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Die folgenden Programmpartner wurden als Förderer und Initiativen für "Kultur macht stark II" (2018–2022) ausgewählt:

Förderer

ASSITEJ Bundesrepublik Deutschland e. V.

Wege ins Theater

„Wege ins Theater“ ist ein Förderprogramm der ASSITEJ e. V. im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). „Wege ins Theater“ fördert Theaterprojekte, die Kindern und Jugendlichen Zugänge ins Theater eröffnen. Erreicht werden sollen vor allem Kinder und Jugendliche, die mit sozialen, finanziellen und bildungsbezogenen Benachteiligungen konfrontiert sind.

Wege ins Theater 2018-2022 gibt es in drei eigenständigen Projektformaten (=Maßnahmen): 

  • Im Projektformat Theater-Entdecker*innen erhalten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, erste Theatererfahrungen zu sammeln, indem sie Theater sehen, kennenlernen und ausprobieren. Das Projektformat hat eine Laufzeit von 18-30 Teilnehmer-Stunden und ist für Kinder und Jugendliche von 3-18 Jahren sowie deren Eltern geeignet und kann auch als Einstiegs- oder Erprobungsformat für die Projektformate Theater-Spieler*innen oder Theater-Macher*innen genutzt werden. 

  • Im Projektformat Theater-Spieler*innen erobern die Bühne. Sie arbeiten an einem Projekt, das am Ende öffentlich präsentiert wird und erhalten so die Chance, einen Theaterprozess zu erleben und mitzugestalten. Das Projektformat hat eine Laufzeit von 30-100 Teilnehmer-Stunden und ist für Kinder- und Jugendliche von 6-18 Jahren sowie ggf. deren Eltern geeignet. Die Teilnehmenden sehen mindestens zwei professionelle Theateraufführungen und treffen wesentliche Entscheidungen im Probenprozess. 

  • Im Projektformat Theater-Macher*innen mischen sich die Teilnehmer*innen ins Theater ein - auch hinter den Kulissen. Sie können als Jugend-Jury über die Vergabe einen Preises entscheiden oder als Kinder-Kuratoren darüber, welches Gastspiel eingeladen wird, sie bieten Publikumsgespräche für Kinder und Jugendliche an oder gestalten die Matinée zu einer Theaterproduktion für junges Publikum. Sie können als Kindertheaterbeirat das Theater beraten, als Kinder-Kultur-Veranstalter ein Gastspiel im Jugendzentrum organisieren oder als Theaterscouts in ihren Sozialräumen aktiv werden. Das Projektformat Theater-Macher*innen hat eine Laufzeit von 100-180 Stunden, ist für Kinder und Jugendliche zwischen 6-18 Jahren sowie ggf. deren Eltern geeignet. Die Teilnehmenden sehen mindestens drei professionelle Theaterveranstaltungen und gestalten selbst eine Veranstaltung, in der sie Kindern, Jugendlichen und/oder Familienangehörigen Wege ins Theater eröffnen. 

Zusätzlich zu den Projektformaten Theater-Spieler*innen und Theater-Macher*innen kann eine TheaterReise beantragt werden, in der die Teilnehmenden, die Honorarkräfte und ggf. Ehrenamtliche Helfer*innen und Betreuer*innen gemeinsam wegfahren um z.B. zu recherchieren, zu proben und zuexperimentieren. Das Projektformat TheaterReise ermöglicht den Teilnehmenden, außerhalb des Alltags intensiv zusammen zu arbeiten, sich besser kennen zu lernen und das Projekt gemeinsam weiter zu entwickeln. Das Projektformat TheaterReise hat eine Laufzeit von 3-6 Tagen und kann nur an verlängerten Wochenenden oder in Ferienzeiten stattfinden. 

Die ASSITEJ erhält für die Jahre 2018-2022 bis zu 5 Millionen Euro für die Förderung lokaler Projekte. Die Fristen für die Einreichung von Projektskizzen sind jeweils am 30.04., 30.09. und 31.01. jeden Jahres.

BAG Zirkuspädagogik e. V.

Zirkus gestaltet Vielfalt

Die BAG Zirkuspädagogik e. V. initiiert als Förderer mit ihrem Vorhaben „Zirkus gestaltet Vielfalt“ bundesweit Bündnisse für Bildung. Zielgruppe sind bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche von vier bis 18 Jahren.

Umgesetzt werden sollen Projekte des zeitgenössischen Zirkus, in Verbindung mit anderen Künsten, wie darstellende Kunst, Musik oder Theater, sowie der Bühnenbildnerei, Kostümschneiderei, Technik oder Beleuchtung. Für die Umsetzung des Konzepts hat die BAG Zirkuspädagogik neun Formate mit einem Zeitumfang von einem Tag bis zu mehreren Monaten entwickelt: „Einladung zum Zirkus“, „Zirkus spielen“, „Zirkuskurs“, „Zirkustage mit oder ohne Übernachtung“, „Zirkusworkshop“, „Qualifizierung für Ehrenamtliche“ und „Regionale- und Bundesweite Zirkustreffen“. Die Kinder und Jugendlichen werden von Zirkuspädagogen, Artisten oder Künstlern begleitet. Auch Ehrenamtliche und Eltern sollen in die Projekte einbezogen werden. Zum Abschluss aller Projekte finden Präsentationen statt.

Mögliche Bündnispartner können neben Zirkuseinrichtungen u. a. Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung oder Jugendhilfe, Soziokulturelle Zentren oder Sportvereine, Kirchen, interkulturelle Vereine sowie Städte und Gemeinden sein.

Bundesarbeitsgemeinschaft der mobilen spielkulturellen Projekte e. V.

bildungsLandschaft im Wohnumfeld spielend erforschen, gestalten und aneignen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der mobilen spielkulturellen Projekte initiiert als Verband bundesweit Bündnisse für Bildung unter dem Titel „bildungsLandschaft im Wohnumfeld spielend erforschen, gestalten und aneignen“. Zielgruppe sind vier- bis 15-jährige bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche.

In den Angeboten erkunden und bewerten die Teilnehmenden verschiedenartige Plätze in ihrer unmittelbaren Umgebung in Städten und auf dem Land. Dafür wurden Stadt- und Entdeckungsspiele konzipiert, die Erfahrungen im realen Raum mit dem Einsatz digitaler und analoger Medien verbinden. Dabei werden die Kinder und Jugendlichen auch selbst zu Medienproduzenten. Es sind sechs verschiedene Formate möglich, die alle auf fünf Ganztage oder zehn halbe Tage ausgelegt sind und miteinander kombiniert werden können:

  • Maßnahme A – Schau genau in Stadt, Dorf und Wald! Kinder lernen ihren Stadtteil anhand von Such- und Entdeckerspielen kennen, die an bewährte Spielformen der Kinder- und Jugendarbeit anknüpfen. Das Format ist von jeder pädagogischen Einrichtung umsetzbar. Besondere Voraussetzungen oder eine Medienausstattung sind nicht nötig. So lernen Kinder zum Beispiel die Natur-/Waldareale ihres Stadtteils anhand von Such- und Entdeckerspielen kennen und präsentieren ihre Forschungsergebnisse mit Landart-Aktionen auf Spielplätzen oder im Naturraum.

  • Maßnahme B – Willst Du uns ver-app-eln? Kinder nutzen Spiele-Apps wie „Geister“ oder „Agentenjagd“ auf Smartphones oder Tablets. Sie erleben hier das reale Umfeld neu, weil durch den Blick auf den Bildschirm die Realität um virtuelle Bedeutungen erweitert wird (Augmented Reality). Diese Beziehung wird im Rahmen dieser Maßnahme nicht nur im Spiel erlebt, sondern auch reflektiert und analysiert. So wird untersucht, welche Orte sich mithilfe der Apps plötzlich als Spielorte eignen, wie sich die Wahrnehmung der Umgebung durch das Eintauchen in das Spiel verändert. Weitere Fragen, die hier gestellt und gemeinsam beantwortet werden, sind: Welche Rolle spielt dabei das Digitale? Können die Spiele auch analog realisiert werden? Dazu werden eigene Spielideen für ortsbasierte mobile Spiele diskutiert und selbst realisiert.

  • Maßnahme C – Hörbar – Hast Du schon gehört? Kinder erstellen Hörspiele, Hörlandkarten und Audioguides. In dieser Maßnahme sollen die Lebensorte des Sozial- oder Naturraums bewusst auf ihren Bildungs- und Erfahrungshintergrund und auf ihr besonderes Lern- oder Entdeckungspotenzial untersucht und mit Tonträgern bearbeitet werden. Der Einsatz digitaler mobiler Medien dient dem „Einfangen“ und Sichern von Geräuschen. Sie unterstützen dabei die Bewusstseinsschulung, um alltäglich gewohnte Seh-, Hör- und Wahrnehmungsmuster zu durchbrechen. Geräusche und Geschichten werden gesammelt und auf Tonträgern eingefangen, um daraus lokalspezifische musikalische Kompositionen, Audiotouren, Hörbücher über die eigene Lebensumwelt zu gestalten und – verbunden mit Fotos aus dem Stadtteil – online zu stellen.

  • Maßnahme D – Bildungsforscher unterwegs – Wir wollen es wissen. Dieses Format bietet vier unterschiedliche Ausführungen:1. Kinder setzen digitale Rallyes zur Stadtteilerkundung ein. 2. Die Teilnehmer/innen erstellen mit medialen Elementen Kinderstadtteilpläne. 3. Alternativ gestalten Kinder Geocache-Parcours unter spiel-, lern-, erfahrungs- und erlebnisorientierten Gesichtspunkten. 4. Kinder entwickeln Suchspiele mit QR-Codes und Rätselelementen. Die Teilnehmenden gehen beispielsweise auf Entdeckerreise in Gärten. Dabei erfahren sie, welche regionalen Lebensmittel angebaut werden können und pflanzen ihren eigenen Nutzgarten.

  • Maßnahme E – „Spiel.Punkte“ – Du bist ein Held! Kinder erleben den Stadtteil neu mit dem Konzept Gamification. Eine interessante Spielstory schickt die Kinder auf Heldenreise durch den Stadtteil. Die teilnehmenden Kinder bekommen einen Spielausweis mit integriertem NFC-Chip und los geht’s zu vielen Orten im Stadtteil. Dort stehen die Spiel.Punkt-Stationen und bieten Aufgaben und Rätsel, um in der Story weiter zu kommen. Dabei können die Spieler/innen Punkte und Fähigkeiten sammeln, einzeln oder als Gruppe. An den Stationen können die Kinder ihre Spielausweise elektronisch einlesen und die gesammelten Punkte und Erfolge auf den integrierten NFC-Chips speichern. Alternativ funktioniert das auch analog mit einer Punktekarte oder einem Laufzettel. Später können diese dann innerhalb der Gruppe zusammengetragen werden und als Tagesabschluss neuen Input und Motivation für den kommenden Tag der Spielaktion geben.

  • Maßnahme F – Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt. Kinder modellieren mit Unterstützung von Simulationsspielen und VR-Tools die reale Umgebung in der virtuellen Welt. Aktuelle Städtesimulatoren wie „Cities Skylines“ ermöglichen es, weit über das vorgegebene Spiel hinaus mit Karteneditoren oder aus der Realität übertragenem Kartenmaterial des eigenen Wohnumfelds kreativ zu werden. Auch mit dem Open-World-Game „Minecraft“ lassen sich stilisiert reale Verhältnisse in der Spielwelt abbilden und nachstellen. Die Heranwachsenden sollen die Konsument/innen-Rolle bei Computerspielen verlassen und darin unterstützt werden, Games auch als digitales, kreatives Werkzeug zu begreifen und zu verwenden. Mit Einsatz von 3D-Kameras und mobilen VR-Techniken können sie begehbare virtuelle Räume schaffen.

Die Spannweite der Maßnahmenformate reicht von spielpädagogischen Ansätzen ohne Medieneinsatz über digitale Rallyes zur Stadtteilerkundung bis hin zu technisch anspruchsvollen Modellierungen der realen Umwelt mit Simulationsspielen und Virtual Reality Instrumenten. Die Angebote werden von pädagogischen Fachkräften und ehrenamtlichen, zuvor geschulten Betreuerinnen und Betreuern durchgeführt. Dies können auch Eltern und ältere Jugendliche sein.

Bündnisse sollen aus drei spiel- und medienpädagogisch versierten Partnern mit einer jeweils spezifischen Perspektive bestehen. Neben mobilen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, wie etwa Spielmobilen, handelt es sich dabei um stationäre Einrichtungen, zivilgesellschaftliche Akteure (z. B. Fördervereine) oder Kulturorte. Jeweils mindestens ein Bündnispartner garantiert den Zugang zur Zielgruppe, ist im Sozialraum verortet oder erfahren in der Durchführung kultureller Bildungsprojekte.

Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e. V.

Wir können Kunst

Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler initiiert als Verband bundesweit Bündnisse für Bildung für bildungsbenachteiligte Jugendliche unter dem Titel „Wir können Kunst“. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen zwischen drei und 18 Jahren einen Zugang zur Kunst und zur eigenen Kreativität zu vermitteln.
Die Angebote werden inhaltlich und formal an die örtlichen Gegebenheiten der Bündnispartner angepasst. Es sind Ferien-, Halbjahres und Jahresprojekte sowie Projekte für Kinder von drei bis sechs Jahren geplant. Daran können jeweils mindestens zehn Kinder und Jugendliche teilnehmen. Sie können die ganze Bandbreite künstlerischer Techniken ausprobieren und bei der kreativen Auseinandersetzung mit Themen ihrer Lebenswirklichkeit anwenden.

  • Die Projekte vermitteln klassische künstlerische Techniken wie Malerei, Zeichnung, Collage, Drucktechniken, plastisches Arbeiten, aber auch Bühnenbild, Foto-, Video-, Film- und digitale Techniken, Performances und handwerkliche Techniken. Auch spartenübergreifende Projekte sind möglich.
  • Die Projekte behandeln zielgruppengerechte inhaltliche Themen wie z.B. Umwelt, Träume und Wünsche, Gewalt/Toleranz, Migration/Integration, Geschichte und/oder Sozialraum.
  • Die Projekte fördern die Kreativität, das Selbstvertrauen und Sozialverhalten der Teilnehmer*innen und ermöglichen Erfolgserlebnisse und einen Zugang zu Kunst und Kultur.

Am Ende steht eine öffentliche Darbietung bzw. Ausstellung. Die Angebote werden von professionellen bildenden Künstlerinnen und Künstlern durchgeführt und von ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern unterstützt.
In Frage kommende Bündnispartner sind Kunst- und Kulturvereine, Schulen, kulturelle Einrichtungen und Vereine bzw. Initiativen aus dem Bereich der kulturellen Bildung sowie solche mit besonderem Zugang zur Zielgruppe.

Bundesverband Deutsche Tafel e. V.

Tafel macht Kultur 

Die Projekte der „Tafel-Bündnisse“ richten sich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche zwischen drei und 18 Jahren. Insbesondere junge Menschen, die aufgrund fehlender finanzieller Mittel oft Ausgrenzung erleben, erfahren in den Projekten Akzeptanz und können sich in einem für sie sicheren Umfeld frei entfalten. Gefördert werden die Projekte von der Tafel-Akademie gGmbH, einer Tochter der Tafel Deutschland e. V.

Möglich sind Ferienfreizeiten oder mehrwöchige Kurse, in denen die Teilnehmenden frei wählbare Themen aus ihrem Alltag kulturell aufarbeiten. So sind zum Beispiel die Produktion eines Theaterstücks, die Gestaltung eines Kochbuchs aber auch Gartenbau-Projekte denkbar. Für Kinder im Vorschulalter sollen gemeinsame Projekte mit den Eltern umgesetzt werden. Auch die Eltern von älteren Teilnehmenden sollen mit eingebunden werden, etwa durch eine Einladung zu einer Abschlussaufführung.

Die Bündnisse bestehen aus lokalen Tafeln, die sich mit zwei anderen Bündnispartnern zusammenschließen. Dabei sollte mindestens ein Partner Erfahrungen in der Durchführung kultureller Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche mitbringen. Die Akademie unterstützt die lokalen Tafeln bei der Projektplanung und Antragstellung.

Alle Angebote müssen von (kultur-) pädagogischen Fachkräften durchgeführt werden.

Bundesverband Freie Darstellende Künste e. V.

tanz + theater machen stark

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste e. V. (BFDK) fördert unter dem Titel „tanz + theater machen stark“ bundesweit Bündnisse für Bildung. Mit Mitteln der darstellenden Künste werden bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren zu Kreativität, Eigeninitiative und der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Themen angeregt.

Über einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten können die Teilnehmenden in aufeinander aufbauenden theater- und tanzpädagogischen Formaten erste Einblicke gewinnen, künstlerische Praxis vertiefen und ein umfangreicheres künstlerisches Projekt entwickeln. Es sind drei Phasen mit Programmbausteinen unterschiedlichen Umfangs vorgesehen, die in einem Projekt kombiniert werden können – von einer Begegnungsphase, über eine Recherche-, Probe- und Präsentationsphase bis zur Reflexionsphase. Die Angebote werden mit darstellenden Künstler*innen und/oder theaterpädagogischen Fachkräften sowie pädagogischen Fachkräften durchgeführt.

Kern eines lokalen Bündnisses ist eine Partnerschaft zwischen einem Theater und einer pädagogischen Einrichtung, durch die die künstlerische und pädagogische Eignung sowie der Zielgruppenzugang sichergestellt sind. Der dritte Partner sollte den Zugang zur Zielgruppe vertiefen und – bei Bedarf – geeignete Räumlichkeiten für Erarbeitung und Präsentation zur Verfügung stellen.

Leitfaden für tanz + theater machen stark

Bundesverband Jugend und Film e. V.

Movies in Motion – mit Film bewegen

Unter dem Titel „Movies in Motion – mit Film bewegen (2018–2022)“ initiiert der Bundesverband Jugend und Film als Förderer bundesweit Bündnisse für Bildung. Sie sollen Kindern und Jugendlichen aus einem bildungsbenachteiligenden Umfeld zwischen drei und 18 Jahren einen Zugang zur Filmarbeit eröffnen. Die Teilnehmenden organisieren und gestalten ihre eigenen öffentlichen Filmveranstaltungen oder Filmreihen, auf denen sie eigene oder von ihnen ausgewählte Filme präsentieren und die Veranstaltungsorganisation übernehmen.

Zwei Schwerpunkte werden angeboten, die auch kombiniert werden können: In „Filme sehen und zeigen“ sichten die Kinder und Jugendlichen Filme und beschäftigen sich sowohl mit dem Thema als auch mit der filmischen Umsetzung. Gemeinsam entscheiden sie, welche Filme öffentlich gezeigt werden und organisieren die Filmveranstaltung. In „Filme drehen und zeigen“ produzieren die Teilnehmenden gemeinsam eigene Werke und organisieren die Präsentation. Die Umsetzung kann in Schnupper-, Halbjahres- und Jahresformaten, Ferienprojekten oder Feriencamps mit Übernachtung sowie Wochenendcamps mit Übernachtung erfolgen.

Potentielle Bündnispartner sind  Filmklubs, Jugendfreizeiteinrichtungen, Kulturvereine, Stadtteilzentren, Kindertreffs, Schulen, Berufsförderzentren, kommunale Kinos, Bibliotheken, Museen, Medienzentren oder Offene Kanäle usw.

Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e. V.

InterKulturMachtKunst – KunstMachtInterKultur

Der Bundesverband fördert innerhalb von „InterKulturMachtKunst – KunstMachtInterKultur“ interkulturelle Projekte in den Kunstformen:

  • darstellende Kunst (Theater, Tanz, Performance, Film, Foto, Streetdance etc.)
  • bildende Kunst (Malerei, Bildhauerei, StreetArt etc.)
  • Musik (Gesang, Instrumente, Hip-Hop etc.)
  • Literatur (z.B. Slam)

Bei der inhaltlichen Konzeption der Projekte soll die Vielfalt der Menschen in ihren Lebensrealitäten, ihrem Lebensalltag, Kulturen, Sprachen, ihrer unterschiedlichen Herkunft etc. widergespiegelt werden. Die künstlerische Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt z.B. Migrationsgeschichte der Eltern, (eigene) Fluchterfahrung, Leben in einer interkulturellen Nachbarschaft etc. können dabei mögliche Schwerpunkte der Maßnahmen sein und zu einer gesunden Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder und Jugendlichen beitragen. Auch die künstlerische Beschäftigung mit Diversität, z.B. in Form von interkulturellen Projekten, die Einblicke in die verschiedenen herkunftsspezifischen Künste geben, wie ein interkulturelles Musikprojekt mit verschiedenen länderspezifischen Instrumenten, Gesangsformen oder Tanzarten etc. kann Kinder und Jugendliche in ihrem Selbstbewusstsein stärken und den selbstverständlichen Umgang mit Diversität fördern.

Mit den Maßnahmen sollen in der Regel Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 18 Jahren mit und ohne Migrationsgeschichte, einschließlich Geflüchteter erreicht werden, die von einer Bildungsbenachteiligung betroffen sind. Eine besondere Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationsgeschichte, einschließlich Geflüchteter ist erwünscht, um die gesellschaftliche Realität widerzuspiegeln. Kinder und Jugendliche ohne Bildungsbenachteiligung können ebenfalls in die Maßnahmen einbezogen werden, Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der Gruppe der Bildungsbenachteiligten.

Bundesverband Popularmusik e. V.

POP TO GO - unterwegs im Leben

Orientiert an dem empfundenen Status der Alltagskultur der Popularmusik setzt POP TO GO bei der ständigen Begleitung durch Popularmusik mitten im Leben eines jeden an. Innerhalb der Projekte des Programms werden Kinder und Jugendliche auf moderne und ansprechende Weise ihren möglichen Lebensgewohnheiten entsprechend eher leger abgeholt. Den lokalen Bündnissen stehen mit diesem Programm verschiedene Formate im Sinne eines Rahmenplanes zur Verfügung die mit entsprechenden Projekten zielorientiert untersetzt werden.

Hauptzielgruppe sind 7- bis 18-Jährige aus bildungsbenachteiligten Milieus. Mit bestimmten Projekten wird auch die Altersgruppe zwischen 3 und 6 Jahre angesprochen. Zu den Schwerpunktzielgruppen gehören Kinder und Jugendliche, deren Familien ein besonderes soziales oder finanzielles Risiko tragen, wodurch die Bildungschancen offensichtlich beeinträchtigt werden. Kinder aus Flüchtlingsfamilien bzw. Familien mit Migrationshintergrund werden mit inklusiven und integrierenden Ansätzen bedacht. POP TO GO wird aber auch im ländlichen Raum wirksam, wo durch die Strukturschwäche eine zusätzliche Benachteiligung für bereits betroffene Zielgruppen besteht.

  • Pop To Go – Open Up ist die Eröffnung zum Projekteinstieg um Interesse an Popkultur und Popularmusik zu wecken und Kinder und Jugendliche der Zielgruppen zu gewinnen. Geeignete Projekte umfassen je nach Quantität der Zielgruppe vor Ort durchschnittlich 4 Stunden. Dauer und Frequenz richten sich letztlich jedoch nach dem jeweiligen Aufwand, die Zielgruppen zu erreichen, zu öffnen und für eine Teilnahme an weiteren Projekten zu gewinnen. In der Regel findet ein „Open Up“ als einmaliges Schnupperangebot statt.
  • Pop To Go – Creative will den Teilnehmenden Orientierung in mindestens zwei Dimensionen geben: „Was kann ich?“ und "Wohin will ich?“. Interessen, Neigungen und Fähigkeiten werden kreativ ausgelotet. Geeignete Maßnahmen sollen mehrtägig angelegt und konzipiert sein. Durchschnittlich werden 24 Stunden kalkuliert, die sowohl am Wochenende oder in den Ferien als auch im Freizeitbereich unter der Woche genutzt werden können. Die Frequenz richtet sich nach dem jeweiligen Bedarf und der Teilnehmer/innen-Struktur.
  • Pop To Go – Work Out Camp ist ein Übungs- und Trainingsformat in Form von speziellen mehrtägigen Camps um Neues zu erlernen, Gewonnenes zu festigen, Wissen anzuwenden, Fähigkeiten zu erweitern und Fertigkeiten zu verbessern. Das Camp ist auf mehrere zusammenhängende Tage, bei Bedarf inkl. Übernachtung, mit durchschnittlich 48 Stunden ausgelegt.
  • Pop To Go – Work Out Line ist ein Übungs- und Trainingsformat in regelmäßiger Kursform um Neues zu erlernen, Gewonnenes zu festigen, Wissen anzuwenden, Fähigkeiten zu erweitern und Fertigkeiten zu verbessern. Für dieses Kurssystem, das im jeweiligen Planungszeitraum regelmäßig z.B. wöchentlich durchgeführt werden kann, sind durchschnittlich 40 Stunden geplant.
  • Pop To Go – On Stage ist ein Format für eigene Bühnenprogramme und ermöglicht durch die Chance der öffentlichen Präsentation erste eigene Erfolge zu feiern, Anerkennung zu gewinnen und Ergebnisse der eigenen Arbeit und Anstrengung zu sehen. Maßnahmen in diesem Format bauen i.d.R. auf vorangegangene Trainingsformate zur Erarbeitung der Bühnenshow auf, bilden den Abschluss einer Phase und können in ihrer öffentlichen Wirkung gleichzeitig zur Gewinnung neuer Interessent(inn)en genutzt werden. Sie können zur Erweiterung des Erfahrungsspektrums der jugendlichen Teilnehmer/innen nicht nur lokal sondern auch überregional eingesetzt werden. Projekte in diesem Format berücksichtigen neben der reinen Auftrittszeit eine Vor- und Nachbereitungsphase z.B. für eine Generalprobe und die gemeinsame Reflexion der eigenen Bühnenshow. Kalkuliert sind durchschnittlich 16 Stunden und 20 Teilnehmer/innen. 
  • Pop To Go – Together ist ein Paten- und Mentoring-Format und dadurch vor allem zur Sicherung der Nachhaltigkeit gedacht in dem Einzelpersonen oder Personengruppen, Jugendliche oder die Jugendband eine ausreichende Zeit lang individuell in ihrem Werdegang begleitet werden. Sowohl Profis als auch jugendliche Peers übernehmen dabei die Rolle der Mentor(inn)en. Projekte in diesem Format können in regelmäßigen oder erforderlichen Abständen über einen längeren Zeitraum mit durchschnittlich 30 Stunden durchgeführt werden. Im Interesse einer nachhaltigen Qualifizierung der Einzelnen ist die Begleitung auch vom Betreuungsschlüssel her sehr intensiv. 
  • Pop To Go – Peer & Volunteer Support ist die Qualifizierung Jugendlicher und junger Erwachsener in Vorbereitung auf ihre Rolle als Peerteacher. Es sollen interessierte Jugendliche qualifiziert werden, die im künstlerischen oder kulturellen Bereich bereits erfahren sind. Sie können andere vom Musik machen oder einem beruflichen Werdegang begeistern. Sie sollen dann methodisch gefestigt, Erfahrungen und Fähigkeiten an Gleichaltrige weitergeben. Gleichermaßen soll dieses Format zur Gewinnung und Qualifizierung Ehrenamtlicher aller Altersgruppen genutzt werden, die in den Projekten ebenso begleitend eingesetzt werden können wie die Peers. Dabei handelt es sich um die Qualifizierung in Fragen der Betreuung der Teilnehmer/innen während der Projektdurchführung sowie um die Information und Einweisung Ehrenamtlicher, auf deren Mitwirkung das Projekt in seiner lokalen Wirksamkeit und nachhaltigen Verankerung angewiesen ist.

Bundesverband Tanz in Schulen e. V. 

ChanceTanz

Der Bundesverband Tanz in Schulen setzt sich für den zeitgenössischen Tanz in der kulturellen Bildung ein. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche mit Tanz als individueller Ausdrucks- und zeitgenössischer Kunstform in Berührung zu bringen. Ein Kernstück seiner Arbeit ist die Qualitätsentwicklung und -sicherung der Vermittlung von Tanz. 

WAS WIRD GEFÖRDERT?

  • ChanceTanz fördert außerunterrichtliche Tanzprojekte für Kinder und Jugendliche mit erschwertem Zugang zu Kultur- und Bildungsangeboten. Die Projekte werden von einem lokalen Bündnis getragen und von einem Zweierteam geleitet, dem mindestens ein*e professionelle*r Tanzkünstler*in angehört.
  • Die Projekte sind prozessorientiert und basieren auf einem partizipativen Ansatz.
  • Bündnisse können bis zu 6.500 € für ein Tanz_Start-Projekt bzw. 14.000 € für ein Tanz_Intensiv-Projekt beantragen. Beide Formate sind um bis zu 1.500 € für Maßnahmen zur Akquise von Teilnehmer*innen (Try_out) erweiterbar. Ab 2019 kommt die Ausschreibung von Tanz_Sonderprojekten ergänzend hinzu. Hier sind Förderungen von bis zu 20.000 € möglich. Alle Informationen zu den Projektformaten finden Sie hier.
  • ChanceTanz regt die Auseinandersetzung mit jugend- und gesellschaftsrelevanten Themen im Rahmen der Projekte an. Themenfelder wie „Diversität/Umgang mit Vielfalt“, „Umwelt/Umgang mit Ressourcen“ und „Digitale Medien“ bieten vielfältige Möglichkeiten für eine künstlerische Bearbeitung.

WER KANN EINEN ANTRAG STELLEN?

  • Jedes Projekt wird von einem Bündnis realisiert, das aus mindestens drei unterschiedlichen Institutionen besteht. Die Möglichkeiten zur Bündnisbildung sind vielfältig. Wichtig ist, dass das Bündnis sowohl die tanzkünstlerische Expertise als auch die Zielgruppenerreichung und die sozialräumliche Einbettung sicherstellt. Darüber hinaus ist die inhaltliche Ausrichtung des Projektes ausschlaggebend für die jeweilige Bündnisgestaltung. Bitte beachten Sie, dass ein Bündnis drei unterschiedlicher Einrichtungen bedarf. So kann ein Bündnis z. B. nicht aus einem Theater und zwei allgemeinbildenden Schulen bestehen. Sie können auch ein Bündnis aus vier oder mehr Institutionen bilden.
  • Der antragstellende Bündnispartner ist gemeinnützig oder in kommunaler Trägerschaft und mit der Administration öffentlicher Fördermittel vertraut. Als Antragsteller nicht zugelassen sind formale Bildungseinrichtungen (Schulen, Kitas, Unis) und kommunale Verwaltungen. GbRs können bei ChanceTanz keine Anträge stellen, sind aber als Bündnispartner zugelassen.
  • Die Bündnispartner sind bereit, unbare Eigenleistungen einzubringen.
  • Der Antragsteller erhält nach Projektabschluss 5 % der als zuwendungsfähig anerkannten Projektmittel als Verwaltungspauschale für die koordinative und organisatorische Bündnisarbeit (mindestens jedoch 300 €).

AN WEN RICHTEN SICH DIE PROJEKTE?

  • Die Tanzprojekte wenden sich an Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren, die in bildungsbenachteiligenden Risikolagen aufwachsen.
  • Das Erreichen der Teilnehmer*innen wird entweder über die sozialräumliche Verortung der Projekte (z. B. in Stadtvierteln mit hoher Arbeitslosenquote) oder aber durch das Zielgruppen-Profil eines oder mehrerer Bündnispartner gewährleistet.
  • Die Gruppe kann altershomogen oder altersübergreifend gestaltet sein. Auch die Einbeziehung von Eltern in die Projekte auf Grundlage eines überzeugenden Konzeptes ist möglich (z. B. Einladung zu Präsentationen inkl. Workshop, gemeinsame Theaterbesuche etc.).
  • Die Projekte tragen der Diversität unserer Gesellschaft Rechnung. Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf, mit Migrations- oder Fluchterfahrung etc. können und sollen erreicht werden. Inklusive Projekte sind willkommen. Das bedeutet, dass auch Kinder und Jugendliche einbezogen werden können, die nicht unmittelbar von einer Risikolage betroffen sind.

Antragstellungen sind i. d. R. zweimal jährlich zum 31. März und 30. September möglich (Antragsfristen). 

Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände e. V.

Musik für alle!

„Musik für alle!“ ist ein Förderprogramm, welches von der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände im Verbund mit der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände für den Zeitraum 2018 bis 2022 Chöre und Musikvereine mit bis zu 4,5 Mio. EUR fördern kann. „Musik für alle!“ ist dabei Teil einer großen Förderoffensive des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, welches über das Programm „Kultur macht stark II“ insgesamt 250 Millionen Euro ausschüten möchte.

Das Programm möchte den Zusammenhang von Bildungsherkunft und Bildungserfolg aufbrechen und folgt dabei den Schlussfolgerungen des Nationalen Bildungsberichts. Die Arbeit auf der lokalen Ebene erfolgt dabei in sogenannten Bündnissen, in denen mindestens drei Organisationen verschiedene Kompetenzen bündeln und einbringen. Natürlich müssen die Teilnehmenden oder deren Eltern nicht jeweils einzeln ihre persönliche Risikolage nachweisen. Es geht darum, dass das Bündnis im Antrag plausibel darstellen kann, wie es die Zielgruppe in ihrem Sozialraum mit den niedrigschwelligen Maßnahmen ansprechen und erreichen kann.

Beispiel 1: Schulen wissen z.B. wieviel Prozent ihrer Schüler_innen eine Schulgeldbefreiung in Anspruch nehmen. Dies ist ein Hinweis auf eine finanzielle Risikolage.
Beispiel 2: Kommunen bzw. öffentliche Statistiken zeigen, welche Anteile an Transferleistungen (z.B. Arbeitslosengeld, Wohngeld, etc.) die Kommune im Vergleich zu anderen Regionen erhält. Dies sind ebenfalls Indizien für Risikolagen.
Beispiel 3: Ein Bündnispartner ist eine soziale Einrichtung und hat durch seine langjährige Tätigkeit den direkten Zugang zur Zielgrupppe.

Um die Antragstellung möglichst einfach zu machen, gibt es vorgefertigte Module, die miteinander kombiniert werden können. Es muss mindestens ein Hauptmodul gewählt werden. Alle Module können im Einzelfall auf die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden. Ideen, die gar nicht zu den Modul-Vorgaben passen, können leider nicht durch „Musik für alle!“ gefördert werden.

Hier finden Sie das Förderprogramm "Musik für alle!" im Überblick.

Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V.

Künste öffnen Welten

Das Programm „Künste öffnen Welten“ möchte Projekte unterstützen, die etwas in ihrem lokalen Umfeld bewegen und außerhalb von Schule für Kinder und Jugendliche mehr kulturelle Bildungsmöglichkeiten schaffen. Das Programm ist offen für alle Kultursparten. Gefördert werden Nachmittagskurse sowie Wochenend-/Ferienworkshops. Zusätzlich sind Schnupperangebote sowie der Kompetenznachweis Kultur möglich.
Alter der Zielgruppe: 3-18 Jahre

Hier finden sind die ausführlichen Förderkriterien sowie Hinweise zum Förderumfang. Hier wird auch auf die aktuellen Ausschreibungsfristen sowie auf Informationsverantwortungen hingewiesen. Gefördert werden Gesamtkonzepte, die flexibel aus den folgenden Modulen zusammengesetzt werden können. Dabei sind sowohl dauerhafte Angebote möglich (z.B. Halbjahres- oder Jahreskurs) als auch Kompakt-/Intensivangebote (z.B. Feriencamp). Die Förderung kann je nach Anzahl der Teilnehmer*innen in der Kerngruppe zwischen 9.000 Euro (12 Teiln.) und 30.000 Euro (40 Teiln.) pro Kalenderjahr liegen. Als Kernmodule sind möglich: Nachmittagskurse über mindestens 1,5 Std. (gefördert werden können 12 Euro je Termin und Teilnehmer*in; Doppeltermine sind möglich) oder Wochenend-/Ferienworkshops über mind. 6 Std. täglich (gefördert werden können 48 Euro je Teilnehmer*in und Termin; bei Übernachtungen zusätzlich 36 Euro je Teilnehmer*in und Übernachtung).

Als weitere Module sind möglich: Schnupperangebote zur Werbung neuer Teilnehmer*innen über mindestens 1,5 Std (gefördert werden können 240 Euro je Veranstaltung) und das Verfahren zur Erstellung eines Kompetenznachweis Kultur durch Fachkräfte mit entsprechender Ausbildung (gefördert werden können 240 Euro je Kompetenznachweis).

Daneben ist in begründeten Fällen die Beantragung besonderer Bedarfe möglich. Das Programm „Künste öffnen Welten“ möchte Projekte unterstützen, die etwas in ihrem lokalen Umfeld bewegen und außerhalb von Schule für Kinder und Jugendliche mehr kulturelle Bildungsmöglichkeiten schaffen. Nach wie vor gibt es in Deutschland einen engen Zusammenhang zwischen den familiären Lebensverhältnissen und dem Bildungserfolg der jeweiligen Kinder und Jugendlichen. Die BKJ möchte mit „Künste öffnen Welten“ diese Abhängigkeit verringern. 

Zielgruppe des Projektes sind Kinder und Jugendliche, die in Familien mit Risikolagen aufwachsen. Das sind Familien mit formal gering qualifizierten Eltern, mit arbeitslosen Eltern oder mit einem Familieneinkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze. Hierfür braucht selbstverständlich kein Nachweis durch die Teilnehmer*innen erbracht werden – vielmehr geht es darum, dass im Projektkonzept schlüssig dargestellt wird, dass diese Zielgruppe erreicht werden kann, z. B. durch Beschreibung der Sozialstruktur des Stadtteils bzw. der Region oder der Teilnehmer*innen-Strukturen in den Einrichtungen, die den Zugang zur Zielgruppe sicherstellen. 

Inhaltlicher Kern der Projekte muss die Auseinandersetzung mit Künsten, mit Kultur, mit Spiel und/oder mit Medien sein. Das Programm ist offen für alle Kultursparten. Dabei kann ein sehr offener Kulturbegriff zugrunde gelegt werden – auch eine Auseinandersetzung mit Jugend- und Alltagskultur oder die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen oder ökologischen Themen kann Teil des Projektes sein.

Ausschreibung für Projekte mit Start ab Januar 2019

Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V.

Jugend ins Zentrum!

Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V. fördert mit „Jugend ins Zentrum!“ lokale Bündnisse, die Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche in einem der folgenden künstlerischen Schwerpunkte umsetzen:

  • Darstellende Kunst/ Musikperformance
  • Medienarbeit
  • Bildende Kunst/ Literatur

Bei der Beantragung einer Maßnahme muss eine Zuordnung zu einer der drei folgenden Altersgruppen erfolgen, die für die Umsetzung verbindlich ist:

  • 8-11 Jahre
  • 12-14 Jahre
  • 15-18 Jahre

In Ausnahmefällen ist auch ein altersübergreifendes Arbeiten möglich.

Die Zielgruppe: Die Maßnahmen sollen insbesondere Kindern und Jugendlichen zugute kommen, die in mindestens einer der vom nationalen Bildungsbericht 2010 beschriebenen Risikolagen aufwachsen und dadurch in ihren Bildungschancen beeinträchtigt sind.Eine beantragte Maßnahme ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem mit einer Kerngruppe aus ca. 15 Kindern/Jugendlichen mindestens drei Monate an einer künstlerischen Produktion gearbeitet wird. Das Projekt beinhaltet folgende Einzelmodule:

  • Besuch eines zielgruppenspezifischen kulturellen Angebots (optional)
  • ein- oder mehrmalige Schnupperangebote (verbindlich)
  • kontinuierliche Workshops, Kurse, Produktionen, Veranstaltungsreihen (verbindlich)
  • Produktpräsentation (verbindlich)

Ein Bildungsbündnis umfasst mindestens drei Partner, die sich inhaltlich gegenseitig ergänzen und jeweils eine unbare Eigenleistung in die Projektdurchführung einbringen.

Deutsche Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund e. V.

Sport: Bündnisse! Bewegung – Bildung – Teilhabe

Die Deutsche Sportjugend (dsj) wird auch in der neuen Förderphase von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung (2018-2022)“ das Programm „Sport: Bündnisse! Bewegung – Bildung – Teilhabe“ umsetzen. Sportvereine und -verbände, aber auch Organisationen über den Kreis der Mitgliedsorganisationen hinaus, können bei der Deutschen Sportjugend Anträge für Bildungsbündnisse einreichen.

Bündnismaßnahmen in folgenden beiden Modulen können gefördert werden:

  • Sport.ART – Kinder- und Jugendsportshow: Viele Kinder und Jugendliche träumen davon, als Star auf der Bühne zu stehen, Zuschauer/-innen zu verzaubern und sich vom Applaus tragen zu lassen. Die Sportshow bietet das gewünschte Bühnenerlebnis und zeigt die Anstrengungen auf, die zum Erreichen der Gemeinschaftserfahrung notwendig sind. Sportart(en) und Bewegungsformen können für die Kinder- und Jugendsportshow frei gewählt werden. Neben der sportlichen Darstellung geht es z.B. auch um Musik, Theater/darstellendes Spiel, Bühnenbild, Vorprogramm, Licht- und Tontechnik, Betreuung und Dokumentation. Kinder und Jugendliche können neue Rollen ausprobieren und  ihr Selbstbewusstsein stärken. Weiterführende Informationen zum Modul Sport.ART.

  • ErlebnisRAUMerfahrung: Bewegungsabenteuer in der Stadt, in der Natur oder in den Sportstätten können faszinieren und motivieren, aktiv zu werden und das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Sie öffnen Augen für das eigene Wohnumfeld, den eigenen Stadtteil und darüber hinaus. Mit Bewegung, Spiel und Sport den Raum zu erkunden, kann heißen: Orte einzubinden, an denen ich noch nie war; an denen ich schon immer vorbeigelaufen bin; die ich selbstverständlich nutze. Gleichzeitig  lernen die Jugendlichen, wie Bewegung, Spiel und Sport zum Alltag werden können. Weiterführende Informationen zum Modul ErlebnisRAUMerfahrung.

Als weitere Fördervoraussetzung ist zu nennen: In jedem „Sport: Bündnis!“ gibt es einen „Kulturpartner“ (zuständig für die Umsetzung von Elementen kultureller Bildung in der Maßnahme).

Antragsfristen und Rahmenbedingungen bei der Deutschen Sportjugend:

  • jährlich zwei Antragsphasen: bis 31. März (frühestmöglicher Beginn der Maßnahmen: 01. Mai) und bis 31. August
  • Gefördert werden können ausschließlich Maßnahmen mit einem Mindestvolumen von € 1.500,00
  • überjährige Maßnahmen, also Maßnahmen über den 31.12. des jeweiligen Jahres hinaus, können nicht gefördert werden. Die in den Anträgen dargestellten Maßnahmenzeiträume müssen spätestens zum 31.12. des Jahres enden. Bei Maßnahmen, die sich am Schuljahr orientieren, muss der Antrag in Phase A (bis 31.12.) und Phase B (ab 01.01.) aufgeteilt werden
  • die Umsetzung ist in unterschiedlichen Formaten möglich: z.B. im Kursformat, in Tagesveranstaltungen oder einer Ferienfreizeit
  • gefördert werden können Ausgaben für Verbrauchsgüter, Honorar für Expert/innen, Fahrtkosten, Unterkunftsausgaben. Nicht gefördert werden können Personalausgaben und Ausgaben für Infrastruktur. Für vereinzelte Kalkulationspositionen können Pauschalen beantragt werden (z.B.: Verpflegung, belegt durch TN-Liste)

Deutscher Bibliotheksverband e. V.

Total Digital! Lesen und erzählen mit digitalen Medien

Mit seinem Projekt „Total Digital! Lesen und erzählen mit digitalen Medien“ knüpft der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) an sein erfolgreiches Vorgänger-Projekt „Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“ an. Im Rahmen der geförderten kulturellen Bildungsvorhaben sollen Kinder und Jugendliche Geschichten kennenlernen und dazu angeregt werden, sich mit digitalen Medien kreativ auszudrücken. Idealerweise sollen Medien der alltäglichen Nutzung zum Einsatz kommen, damit die Zielgruppe auch nach Maßnahmenende die Möglichkeit hat, diese weiter kreativ zu nutzen.

Das Projekt will Kinder und Jugendliche für das Lesen, Erzählen und Darstellen mit digitalen Medien begeistern. Ziel ist, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen kulturelle Inhalte zu entdecken, darüber in Austausch zu treten und mit unterschiedlichen Medien eigene Inhalte zu gestalten. Dabei soll sowohl die Wahrnehmung geschärft als auch das eigene Rezeptionsverhalten reflektiert werden. Insbesondere Kinder und Jugendliche, die weniger privilegiert und deren Zugänge zu Bildung erschwert sind, sollen durch das Projekt in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt werden. Zentral ist, dass die Teilnehmenden selbst kreativ arbeiten und die Aktion aktiv mitgestalten und umsetzen.

Mit "Total Digital!" möchte der dbv:

  • Kindern und Jugendlichen Freude am Lesen vermitteln,
  • ihre kreativen Ausdrucksfähigkeiten mit digitalen Medien fördern,
  • Zugänge zu Kunst und Kultur schaffen,
  • Lese-, Informations- und Medienkompetenz vertiefen,
  • Bildungschancen verbessern,
  • nachhaltige Vernetzung der Akteure vor Ort befördern,
  • zivilgesellschaftliches Engagement für Bildung stärken.

Die Aktionen können passend zu der jeweiligen Altersgruppe inhaltlich frei gestaltet werden und verbinden auf kreative Weise den virtuellen mit dem realen Sozialraum der beteiligten Kinder und Jugendlichen. In den Aktionen sollen die Teilnehmenden die Bibliothek als Ort mit vielfältigen Bildungs- und Freizeitangeboten für sich entdecken. Grundlage ist immer eine gelesene Geschichte. Die Kinder und Jugendlichen können beispielsweise Videos, Filme, Fotostorys, Hörspiele oder andere digitale Medienformate produzieren und die Vielfalt des Internets und Social Webs nutzen, um eigene Geschichten zu gestalten, zu teilen und zu verbreiten. Für die Umsetzung werden drei auch kombinierbare Formate angeboten: (Kurz-)Workshop, Projektwoche und Kurs (3 Monate). Alle Aktionen werden von ausgebildeten Medienpädagoginnen und -pädagogen konzipiert und umgesetzt.

Kompetenzen bündeln, Synergien nutzen und so Nachhaltigkeit schaffen: Um die außerschulische kulturelle Bildungsarbeit auf lokaler Ebene zu stärken, werden alle Maßnahmen im Verbund von mindestens drei Institutionen umgesetzt, die unterschiedliche Kompetenzen und Expertise einbringen. Gemeinsam bilden sie ein lokales Bündnis für Bildung.

Aufgerufen sind Einrichtungen, wie z.B. Bibliotheken, Kitas, Schulen oder Einrichtungen der beruflichen Bildung sowie Vereine, Jugendeinrichtungen oder -verbände, Einrichtungen der Wohlfahrtspflege, Migrant*innenorganisationen, kirchliche Institutionen oder Buchhandlungen.

Zur Stärkung des gesellschaftlichen Engagements in der kulturellen Bildung ist die Einbindung von Ehrenamtlichen in die Umsetzung ausdrücklich gewünscht.

Sachkosten, Honorare für Medienpädagogen sowie Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche werden nach Richtlinien gefördert. Notwendige technische Ausstattung zur Umsetzung der Aktionen kann gemietet und in begründeten Ausnahmefällen angeschafft werden. Weitere Drittmittel sind nicht erforderlich. Die Bündnisse bringen Eigenleistungen in das Projekt ein (beispielsweise Veranstaltungsorganisation und -ort). Nicht gefördert werden können Personalkosten oder Infrastrukturkosten der durchführenden Organisationen. Die Bündnisse erhalten eine Verwaltungskostenpauschale von 5% auf die anerkannten Projektmittel.

Deutscher Bühnenverein - Bundesverband der Theater und Orchester

Zur Bühne

Unter dem Titel „Zur Bühne“ initiiert der Deutsche Bühnenverein als Förderer lokale Bündnisse für Bildung. In den Angeboten der Bündnisse wird bildungsbenachteiligten drei- bis 18-jährigen Kindern und Jugendlichen das Erlebnis von kollektivem Erarbeiten, Entwickeln und Präsentieren auf einer professionellen Bühne vermittelt. So gewinnen sie soziale Kompetenzen und mehr Verantwortungsbewusstsein, stärken ihre Identität und können ihre Persönlichkeit entfalten.

In vier verschiedenen Formaten werden soziales und praxisorientiertes Lernen miteinander verbunden: Am „Schnuppertag“ wird ein Einblick in die künstlerischen und praktischen bzw. technischen Arbeiten an den mitwirkenden Theatern und Orchestern ermöglicht. In einer „Workshop-Reihe“ kann dieser Einblick vertieft werden. Im Format „Inszenierung“ steht das gemeinschaftliche Erarbeiten eines Stückes im Vordergrund. Das „Ferienprogramm“ ist ein Kulturangebot für Kinder und Jugendlichen in den Schulferien– auch Festivalformate kommen in Frage.

Federführende Bündnispartner müssen professionell betriebene Theater oder Orchester sein, die über eine für die Angebote notwendige Infrastruktur und eigenes theaterpädagogisches Personal verfügen. Weitere mögliche Bündnispartner sind Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten, Vereine, Kulturgruppen o. ä. In Frage kommen außerdem städtische und überregionale Institutionen und Vereinigungen, die neben Erfahrungen in der kulturellen Bildung und im Projektmanagement auch Zugang zur Zielgruppe haben.

Deutscher Museumsbund e. V. 

Museum macht stark

Mit dem Projekt „Museum macht stark“ des Deutschen Museumsbundes erhalten Museen die Chance, Bündnisse mit sozialräumlichen Partnern einzugehen und damit ganz neue Zielgruppen zu erreichen – völlig ohne finanzielle Eigenmittel! 

Ziel ist es, Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren, die bisher wenig Bildungserfahrungen sammeln konnten, für das Museum zu begeistern. In den lokalen Projekten können die Heranwachsenden erleben, welche Möglichkeiten ein Museum bietet, wie eine öffentliche Bildungsinstitution funktioniert und welchen Spielraum sie für lebenslanges Lernen bietet. Mit dem Projektpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) plant der Museumsbund bis einschließlich 2022 die Förderung von 400 Projekten in Höhe von insgesamt 6,4 Millionen Euro.

Der Museumsbund bietet mit seinem Förderkonzept „Museum macht stark“ zwei Formate an, für die sich Museen jeweils in Kooperation mit mindestens zwei Bündnispartnern bewerben können:

Format 1: Von uns – für uns! (Peer-Education)
Das Format 1 setzt auf die Möglichkeiten der positiven Peer-Kultur und Peer-Education. Kinder und Jugendliche werden zu Peer-Teamern*innen ausgebildet und begleiten anschließend Gleichaltrige (Peers) durch das Museum und leiten Vermittlungsaktivitäten an. Aus den Erfahrungsberichten bereits geförderter Bündnisse ist bekannt, welchen positiven Effekt es auf das Selbstvertrauen des einzelnen Teilnehmenden hat, wenn er / sie selbst erlebt, Gleichaltrigen etwas beibringen zu können. Dies stärkt das individuelle, positive Selbstkonzept. Es ermöglicht auch Erfahrungen, die aus dem Maßnahmeformat hinaus übertragbar sind auf andere, selbstbestimmte Bildungsaktivitäten.

Format 2: Ab ins Museum! (Offenes Format)
Der Rahmen dieser Formatidee ermöglicht unterschiedlichste, innovative Maßnahmen für die anvisierte Zielgruppe. Denkbar sind hier alle Ansätze, welche die fünf Säulen der musealen Arbeit – Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen, Vermitteln – in frei gewählter Form einbeziehen. Diese können mit verschiedensten, z.B. kunst- und kulturpädagogischen, medienpädagogischen und theaterpädagogischen Aktivitäten kombiniert werden. Es soll ein aktiver, lebendiger und vertiefter Zugang zum Museum geschaffen werden. Die inhaltlich-methodische Ausgestaltung dieses Formats obliegt den Bündnissen mittels ihrer institutionellen und personellen Gegebenheiten. Das Format 2 verfolgt den Ansatz, das positive Selbstkonzept und die Fähigkeiten zu Mitbestimmung weiterzuentwickeln. Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft und die Bereitschaft, für sich und andere im Rahmen des Projektes Verantwortung zu übernehmen, sind Effekte dieser Formatidee.

Alle lokalen Projekte können mit bis zu 14.000 € gefördert werden. Es werden keine Eigen- oder Drittmittel benötigt. Die Museen und sozialräumlichen Partner erbringen jedoch geldwerte Eigenleistungen.

Die ausführliche Beschreibung der Formate, der Förderbedingungen sowie des Antragsverfahrens finden Sie hier.

Antragsfristen: 28.02.18, 28.02.19 und 31.05.2019

Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.

Ich bin HIER! Herkunft - Identität - Entwicklung - Respekt

Der Paritätische Gesamtverband fördert im Rahmen des Bundesprogrammes „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (20182022) kulturpädagogische Maßnahmen auf der Grundlage seiner Konzeption „Ich bin HIER! Herkunft - Identität - Entwicklung - Respekt“. Mit den Angeboten sollen Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund sowie mit und ohne Behinderung, die in einer sozialen Risikolage aufwachsen, erreicht werden.

Ziel der Maßnahmen ist die Stärkung eines positiven Selbstkonzeptes unter der Aneignung und Darstellung des Sozialraumes der Teilnehmenden. Deren vorhandene Kompetenzen sollen unterstützt und weitere entwickelt und gefördert werden.

Für die Durchführung der Maßnahmen bilden sich vor Ort Bündnisse, die aus mindestens drei lokalen Akteuren bestehen und ein gemeinsames Konzept, das sich am Profil der Gesamtmaßnahme orientiert, erarbeiten. Dabei kann aus verschiedenen Formaten ausgewählt bzw. können diese miteinander kombiniert werden. 

Übersicht förderfähiger Formate und Förderhöchstsummen.

Beantragt werden können außerschulische kulturpädagogische Maßnahmen, die neuartig sind und in Ergänzung zur Regeltätigkeit stattfinden. Die Initiierung und Durchführung der Maßnahmen erfolgen über lokale Bündnisse und dienen dem Abbau von Bildungsbenachteiligungen.

Für die Durchführung der Maßnahmen kommen verschiedene Formate in Betracht, die die Bündnisse je nach Konzept auswählen. In die Maßnahmen werden Künstlerinnen und Künstler oder Fachkräfte mit vergleichbaren nachweislichen Qualifikationen verbindlich eingebunden. Um die Qualität zu sichern, ist hierfür eine Zahlung von Honoraren möglich.

Alle Maßnahmen werden möglichst durch den Einsatz Ehrenamtlicher begleitet und unterstützt. Der Einsatz von hauptamtlichen Kräften kann nur als Eigenleistung eingebracht werden. Für ehrenamtliche Unterstützer/-innen besteht die Möglichkeit, eine Aufwandsentschädigung zu beantragen. Im Rahmen der Maßnahmen werden die Teilnehmenden verpflegt und mit den hierfür notwendigen Sachmitteln ausgestattet.
Über die Durchführung fertigen die Bündnisse Dokumentationen an, die Auskunft über die kulturpädagogischen Bildungsprozesse geben sollen. Dies können auch Tagebücher, Bilder, Filme, Mitschnitte von Proben und Aufführungen oder ähnliche Produkte sein, die im Rahmen der Maßnahme gefertigt werden.

Deutscher Volkshochschul-Verband e. V.

talentCAMPus

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) beteiligt sich als einer von 30 Programmpartnern mit seinem talentCAMPus-Konzept an dem größten Förderprogramm der kulturellen Bildung in Deutschland.

Zielsetzung: Kulturelle Bildungsangebote in den Ferien können dabei unterstützen Kinder und Jugendliche zu erreichen, die sonst kaum Berührung mit kultureller Bildung haben. Durch die aktive Beschäftigung mit Kunst und Kultur erleben die Kinder und Jugendlichen persönliche Wertschätzung, sie entwickeln neue Perspektiven und erlernen wichtige Fähigkeiten für ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben. Damit wird die Zielsetzung unterstützt, dass jedes Kind und jeder Jugendliche die bestmöglichen Bildungschancen erhalten soll - und zwar möglichst unabhängig von der sozialen Herkunft.

Zielgruppe: Kinder- und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren, die aufgrund ihrer finanziellen, familiären oder sonstigen Situation (z.B. auch Flüchtlinge) Bildungsbarrieren erfahren.

Format: Kostenloses Bildungsangebot von 1 bis 4 Wochen innerhalb der Schulferien. Durchführung in einem lokalen Bündnis für Bildung (mind. 3 Partner).

Das Angebot wird ganztägig mit mindestens 8 Unterrichtseinheiten (UE) a 45 Minuten pro Tag durchgeführt. Gleichgewichtige Kombination aus dem Baustein 1 (lernzielorientiertes Angebot, 3-5 UE) und Baustein 2 (Angebot der kulturellen Bildung, 3-5 UE). Eine pädagogisch begleitete Mittagspause (1-2 UE) mit Bewegungs- und Entspannungsangeboten ist möglich.

Elternbildung kann zusätzlich / begleitend zur Maßnahme angeboten werden.

Es handelt sich um eine 100%-Finanzierung auf Ausgabenbasis plus 5% Verwaltungspauschale für die antragstellende Institution.

Infopapier talentCAMPus Ferien

Bewerbungsbedingungen talentCAMPus Ferien

Deutsches Kinderhilfswerk e. V.

It’s Your Party-cipation

Mit dem Förderprogramm "It’s Your Party-cipation" initiiert das Deutsche Kinderhilfswerk e. V. bundesweit Bündnisse für Bildung. Zielgruppe sind bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche von drei bis 17 Jahren.

Das Konzept sieht unterschiedliche Formate vor: Workshops mit und ohne Aufführungen sowie Festival- oder Ferienaktionen (z. B. so genannte „Kinderstädte“). Inhaltlich widmen sich die Angebote dem Thema Kinderrechte. Die Teilnehmenden betätigen sich kulturell-ästhetisch und gestalten die Angebote mit, indem sie z. B. in einem partizipativen Prozess über die Kultursparte entscheiden, in der sie arbeiten wollen. Durch die Teilnahme an einer Maßnahme, die sie zu wesentlichen Teilen beeinflussen können, machen die Kinder und Jugendlichen prägende Selbstwirksamkeits- erfahrungen, die über die unmittelbare Förderung hinaus nachwirken.

Ein Bündnispartner soll über umfassende Kompetenzen mit der Zielgruppe verfügen oder in deren Sozialraum verortet sein und so den Zielgruppenzugang garantieren. Um nachhaltige lokale Strukturen zu unterstützen, ist die Möglichkeit von Folgeanträgen im nächsten Jahr vorgesehen.

Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e. V.

JEP – jung, engagiert, phantasiebegabt

Das Paritätische Bildungswerk fördert unter dem Titel „JEP – jung, engagiert, phantasiebegabt“ Angebote, in denen Kinder und Jugendliche gemeinsam Kulturprojekte entwickeln in den Bereichen darstellende und angewandte Kunst oder Musik.

In meist geschlechtshomogenen Gruppen erarbeiten die 10- bis 18-jährigen Jugendlichen Aufführungen mit den Schwerpunkten Theater, Tanz, Film, Gesang, Kunsthandwerk und Architektur sowie Mode-, Produkt-, Grafik‑, und Webdesign. Abschluss der gemeinsamen Arbeit ist eine Präsentation vor Publikum. Als mögliche Formate sind Kurse und Ferienfreizeiten vorgesehen.

Die Bündnisse für Bildung setzen sich zusammen aus gemeinnützigen Vereinen, öffentlichen, sozialen oder zivilgesellschaftlichen Einrichtungen. Die Durchführung der örtlichen Projekte erfolgt durch pädagogische Fachkräfte sowie qualifizierte bzw. ausgewiesene Künstlerinnen und Künstler und wird unterstützt durch ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer.

Türkische Gemeinde in Deutschland e. V.

Mein Land – Zeit für Zukunft

Die Türkische Gemeinde in Deutschland wurde wieder als Programmpartner für Kultur macht stark II ausgewählt. Mein Land – Zeit für Zukunft wird nun bis Ende 2022 weitergeführt. Erklärtes Ziel von Mein Land war und ist es weiterhin insbesondere Migrantenorganisationen einzubinden.

Bewerben Sie sich mit Ihrem Projekt, wenn Sie von 2018 bis 2020  Schreib-, Foto-, Audio-, Medienwerkstätten und Ausstellungen entwickeln und mit 12 bis 18 jährigen bildungsbenachteiligten Jugendlichen realisieren möchten.

Allen gemeinsam im Konzept der TGD ist die Fokussierung auf die Lebenswelt der Jugendlichen im Kontext von Identität und Heimat: Die Deutungshoheit darüber, was als Heimat empfunden wird und auf welche Weise dies die eigene Identität prägt, liegt dabei bei den Jugendlichen selbst.

Die Jugendlichen erarbeiten ein von ihnen gewähltes Thema aus ihrer Lebenswelt und erstellen und verantworten ihr eigenes Produkt. Sie präsentieren ihre Filme, Fotos, Multimediashows, Hörspiele, Reader, Zeitungen, Comics etc. meist am Ende einer Kette aus mehreren Workshops in einer öffentlichen Veranstaltung (Ausstellung, Fernseh- oder Radiosendung, Livepräsentation, etc.) in ihrem Kiez. Die Werkstätten sowie Ausstellungen befördern die Kompetenzen der Jugendlichen, schaffen aber auch ein Bewusstsein für die Bedeutsamkeit von Migrationsgeschichte(n) und machen diese in der Öffentlichkeit sichtbar.

Die TGD bietet ein nachfolgend angeführtes sehr variables Workshopmodul als Maßnahme der kulturellen Bildung in MeinLand – Zeit für Zukunft an. Thematisch kreisen alle Workshops um die Lebenswelt der teilnehmenden Jugendlichen und oft um die Begriffe Migration, Identität, Heimat.

Um einen Antrag stellen zu können, müssen Sie nicht Mitglied der TGD oder in einer ihrer Mitgliedsorganisationen sein. Alle Migrantenselbstorganisationen aber auch alle sonstigen Organisationen, die Bildungsbündnisse errichten möchten, werden ausdrücklich ermutigt Förderanträge zu stellen.

Verband deutscher Musikschulen e. V.

MusikLeben 2

Der Verband deutscher Musikschulen ist einer von 30 bundesweit agierenden Verbänden und Initiativen, die einen Zuschlag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für das Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung (2018-2022)“ erhalten haben. Bis 2022 können bis zu 18 Mio. Euro an Projekte, die dem VdM-Konzept "MusikLeben 2" entsprechen, weitergeleitet werden.

Der VdM verfolgt mit MusikLeben 2 das Ziel, dass sich lokale Bündnisse für Bildung konstituieren und zielgruppenorientierte musikalische Bildungsmaßnahmen vor Ort durchführen. Die Maßnahmen sollen bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche zwischen drei und 18 Jahren bei deren Stärkenentwicklung unterstützen, so dass diese eine größere Eigenständigkeit, mehr Teamfähigkeit und insgesamt bessere Bildungschancen entwickeln.

In der nun beginnenden zweiten Programmphase von 2018 bis 2022 können als Projektformate Kurse im Vorschulbereich bzw. an allgemeinbildenden Schulen, Musicals, Wochenendkurse und Musikfreizeiten gefördert werden. Bitte beachten Sie, dass keine Anschlusszuwendungen bzw. bestehende Projekte aus der ersten Programmphase gefördert werden können.

Die Ausschreibung für "MusikLeben 2" finden Sie hier

Zirkus macht stark. Zirkus für alle e. V.

Zirkus macht stark

Das Konzept von „Zirkus macht stark“ beruht auf dem Prinzip der Zirkuspädagogik, speziell des Sozialen Zirkus. Durch ihre Attraktivität und die Vielfalt der artistischen Disziplinen unter Einbeziehung anderer Kunstformen und eigenständiger Jugendkulturen sind zirkuspädagogische Angebote in besonderem Maße geeignet, bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche zu erreichen und zu integrieren. Die Artistik als Mischung von sportlich-körperlicher Betätigung und künstlerischer Kreativität spricht auch jene Zielgruppen an, die anderen Kunstformen und der formalen Bildung eher abwartend bis ablehnend gegenüber stehen. Nicht die Bewältigung von Defiziten steht im Vordergrund, sondern die Herausarbeitung und ideenreiche Förderung von individuellen Stärken.

Zielgruppe der Zirkusarbeit sind bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche vorrangig im Alter von 9 bis 15 Jahren sowohl im urbanen wie im ländlichen Raum. Ziele der Vorhaben sind die Entwicklung und Stärkung sozialer und personaler Kompetenzen und die Unterstützung des interkulturellen Integrationsprozesses. Das gemeinsame künstlerische Schaffen ermöglicht die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, also die Erfahrung, nützlich und kompetent zu sein. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen erhalten umfassende Gelegenheiten, den Projektverlauf, die konkreten Themen und die künstlerische Arbeit im Projekt mitzugestalten. Die Beschäftigung mit den artistischen Disziplinen fördert ein selbstbestimmtes, zielgerichtetes Lernen. Ein prägender Bestandteil der Zirkuspädagogik ist die Inklusion als Wertschätzung der Verschiedenartigkeit, die beispielsweise dazu beiträgt, Geflüchteten ihre Integration zu erleichtern.

Zirkusmachen erfordert keine besonderen Voraussetzungen, trotz des niedrigschwelligen Ansatzes werden künstlerische Leistungen erzielt, welche die Zuschauer*innen begeistern und die Akteur*innen bestätigen. Die öffentliche Präsentation der erlernten Fähigkeiten in den Abschlussaufführungen stellt ein Erfolgserlebnis dar und bestätigt die Teilnehmenden in ihrem Selbstwertgefühl.

Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige zirkuspädagogische Arbeit mit der Zielgruppe sind die Kompetenzen der Anleiter*innen sowohl in pädagogischer wie in artistischer Hinsicht. Einen hohen Anteil am Gelingen eines Projekts haben Ehrenamtliche, die die Fachkräfte in vielfältiger Weise unterstützen. Die Weiterbildung und Qualifizierung von Ehrenamtlichen fördert ihre langfristige Bindung an die Projekte und ihr Engagement erheblich.

Bedingungen für die Antragstellung:

  • Der Antragsteller muss ein Träger der kulturellen Bildung mit zirkuspädagogischer Kompetenz sein.
  • Die Projekte richten sich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche vorrangig zwischen 9 und 15 Jahren.
  • Die Projekte sind niedrigschwellig.
  • Die Projekte werden auf lokaler Ebene in Bündnissen mit mindestens drei Akteuren durchgeführt (Träger der kulturellen Bildung / Bildungseinrichtung / sozialräumlicher Partner).
  • Die Projekte werden im außerunterrichtlichen Bereich durchgeführt.
  • Die Projekte müssen zusätzlich sein, sie sollen keine bestehenden Aktivitäten ersetzen und dürfen noch nicht begonnen haben.

Folgende Formate sind vorgesehen:

  • Zirkusworkshop für 4 Stunden
  • Zirkuswoche über 5 Tage á 6 Stunden
  • Zirkuskurs über 20 Wochen á 2 Stunden
  • Zirkuscamp über 5 Tage á 9 Stunden mit 4 Übernachtungen
  • Zirkus-Workshoptreffen für Jugendliche aus den lokalen Bündnissen und ihre betreuenden Zirkuspädagogen sowie ehrenamtliche Mitarbeiter*innen (Bundesweite Workshoptreffen über 3 Tage á 9 Stunden mit 2 Übernachtungen)
  • Regionale Fortbildung für ehrenamtlich tätige Jugendliche und Erwachsene aus den lokalen Bündnissen (1 Tag)
  • Fortbildung „Sozialer Zirkus“ für Ehrenamtliche aus den lokalen Bündnissen über 2 x 5 Tage mit 2 x 4 Übernachtungen

Initiativen

App2music e. V.

app2music_DE

Seit dem 1. Januar 2018 ist der app2music e.V. mit seinem neuen Projekt app2music_DE Partner im Programm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Zum ersten Mal gibt es damit eine bundesweite Initiative, die kulturelle Bildung und die kreative Nutzung digitaler Technologien verbindet. Fünf Jahre hat Projektleiter Julian Quack mit seinem Team nun Zeit, eine Reihe methodisch erprobter Appmusik-Angebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen, die von professionellen Musiker_innen begleitet werden. An zunächst acht und schließlich insgesamt 20 Standorten werden zu diesem Zweck in ganz Deutschland sogenannte app2music-Studios (a2m-Studios) eingerichtet, die als künstlerische Begegnungsorte mit digitaler Musiktechnologie dienen sollen. Sie stellen die Digitalgeräte kostenlos zur Verfügung und bieten das Zubehör und die Technik, um in Kleingruppen aber auch mit Schulklassen gemeinsam das Neuland Appmusik zu erkunden.

Bei den außerschulischen Angeboten zu Songwriting und Sounddesign steht dabei der Community-Gedanke im Vordergrund. Kinder und Jugendliche werden so in soziale Kontexte eingebunden und durch ihnen bereits vertraute Technologien an den ästhetisch-gestalterischen Umgang mit Musik herangeführt. Zusammen mit den app2music-Musiker_innen wird eine Auswahl an Musikapps ausprobiert und das Smartphone oder Tablet in ein Musikinstrument verwandelt. Die Angebote richten sich insbesondere an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche, sowohl in städtischen als auch in ländlichen Räumen. Die Altersspanne reicht von Kleinkindern ab 4 Jahren bis zu Jugendlichen und Heranwachsenden bis 18 Jahre. Unterstützt wird die Initiative dabei konzeptionell und wissenschaftlich von Matthias Krebs von der Forschungsstelle Appmusik an der Universität der Künste Berlin.

In unterschiedlichen Formaten wie regelmäßig stattfindenden AGs, Workshops und Jam-Sessions bieten die a2m-Studios die Gelegenheit, kulturell-partizipative Bildungsangebote wahrzunehmen. Parallel dazu werden auf der Website in regelmäßigen Abständen Tutorials veröffentlicht, die es den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, sich auch über die a2m-Studios hinaus mit dem Thema Appmusik auseinanderzusetzen. Ausschlaggebend für das gemeinsame Arbeiten in der Gruppe sind die musikalischen Interessen, Vorstellungen und Motivationen der Kinder und Jugendlichen. Sie lernen die vielfältigen Möglichkeiten von Musikapps für die kreativen Prozessen beim Musizieren zu nutzen. Musikmachen bedeutet dann etwa das Komponieren eigener Songs, Improvisieren, das Ausprobieren in musikalischen Experimenten oder das Nachspielen von Lieblingsliedern. Die Teilnehmenden können auch als Band kollektive Musizierformen austesten und ihre Ergebnisse präsentieren.

Für jeden der 20 Standorte wird ein Bündnis gebildet, das aus der Initiative app2music_DE und mindestens zwei weiteren Partnern aus den Bereichen Kultur und Bildung/Soziales besteht. Das können im Bereich Kultur zum Beispiel Musik- und Kulturzentren, Musikschulen, Theater oder Orchester und im Sozial- und Bildungsbereich Schulen, Jugendzentren, Kindertagesstätten oder Freizeitheime sein. Gemeinsam mit den Partnern werden an ihre Ausrichtung und Programme angepasste Themen und Konzepte entwickelt, die relevant für die jeweilige Zielgruppe und ihre Bedürfnisse sind.

Informationen wie Kultureinrichtungen Bündnispartner werden können hier.
Informationen wie Bildungs-/Sozialeinrichtungen Bündnispartner werden können hier.

Borromäusverein e. V.

Wir sind LeseHelden

Helden erleben Abenteuer – Kinder wollen Abenteuer erleben – Warum machen wir die Kinder nicht zu Helden? Lesekompetenz ist die entscheidende Kernkompetenz für den Erwerb von Bildung, insbesondere der kulturellen Bildung. In der Übergangsphase vom Vorlesen zum Selberlesen ist daher die Begleitung durch lesende Vorbilder besonders wichtig. Genau hier setzt das Projekt „Wir sind LeseHelden“ an.

Generell ist das neue Projekt des Borromäusvereins als Fortsetzung und Erweiterung des Projektes „Ich bin ein LeseHeld“ aus der ersten Förderphase von „Kultur macht stark“ zu sehen, das nun auch für Mädchen geöffnet wird. Zielgruppe des Projektes sind bildungsbenachteiligte Kinder von vier bis zehn Jahren, die insbesondere aus bildungsbenachteiligten Familien stammen und/oder einen Migrationshintergrund aufweisen. Um eine altersgemäße Förderung ermöglichen zu können, wurde „Wir sind LeseHelden“ für drei Altersgruppen konzipiert. Somit haben Büchereien/Bibliotheken die Möglichkeit, das Projekt mit Kindergartenkindern zwischen vier und sechs Jahren durchzuführen, Schüler/innen der 1. und 2. Klasse in den Fokus zu nehmen, oder es nach der Altersgruppe der Kinder in der 3. und 4. Klasse auszurichten.

Zum Basiskonzept des Projektes gehört es, dass Erwachsene, hauptsächlich männliche bzw. jugendliche VorleseHelden, mit ihren kleinen LeseHelden gemeinsam in fantastische Geschichten eintauchen, die sich an den Interessen und Vorlieben der jeweiligen Zielgruppe orientieren. Anschließend wird das Gehörte von den Teilnehmenden mit Hilfe verschiedenster Methoden kreativ umgesetzt. So spielen die Kinder das Geschehen beispielsweise darstellerisch nach, malen dazu Bilder oder basteln Gegenstände, die darin vorkommen, reproduzieren den gehörten Text oder entwickeln ihn weiter. Die Angebote des Projektes umfassen jeweils vier bis sechs Termine und können von etwa fünfzehn Teilnehmenden besucht werden. Vorgesehen ist es, auch die Eltern in einige der Termine einzubeziehen.

Die Ziele der Angebote im Projekt „Wir sind LeseHelden“ orientieren sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen und dem Entwicklungsstand der jeweiligen Altersgruppen. Die Kinder sollen über hauptsächlich männliche Vorbilder den Spaß am Lesen und Vorlesen erfahren und in ihrer Lesesozialisation von männlichen Vorbildern unterstützt werden. Im Rahmen der Gruppenangebote ist des den teilnehmenden Kindern möglich, soziale Kompetenzen zu erproben und zu vertiefen, gemeinsam mit anderen Kindern spannende und anregende (Lese-) Erfahrungen zu sammeln und Medienkompetenzen zu erwerben. Darüber hinaus ist es das Ziel des Projektes, die Sprachkompetenz der Kinder nachhaltig zu verbessern und ihr Verständnis von Vielfalt in Kultur und Gesellschaft zu erweitern.

Das Projekt „Wir sind LeseHelden“ stellt eine niedrigschwellige Lesefördermaßnahme dar, die in den Büchereien und Bibliotheken verortet ist und möglichst passgenau und lokal angeboten wird.

Wer sind die Bündnispartner? – Im Rahmen der Bündnisse für Bildung sollen sich lokale Akteure finden, die mit gemeinsamen Aktionen einen Beitrag zur Bildungschancengleichheit leisten.

  • Erster Bündnispartner ist der Borromäusverein e. V. – Netzwerk für katholische Büchereiarbeit.
  • Zweiter Bündnispartner ist die Bücherei/Bibliothek vor Ort.
  • Dritter Bündnispartner ist ein lokaler Akteur – Bei ihm kann es sich beispielsweise um einen Kindergarten, einen Hort, das Familienzentrum, oder auch um Jugendgruppen auf konfessioneller und kommunaler Ebene, sowie ortsansässige Berufsstände (Polizei, Förster, Bäcker etc.) handeln.

Während der Borromäusverein e. V. den Großteil der bürokratischen Abwicklung des Projektes leistet, Arbeitsmaterialien zu Verfügung stellt und die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen in den Büchereien und Bibliotheken schult, übernehmen die beiden Bündnispartner vor Ort die lokale Durchführung des Projektes.

Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e. V.

Wörterwelten. Autorenpatenschaften II - Lesen und Schreiben

Die Friedrich-Bödecker-Kreise gründen als Initiative lokale Bündnisse für Bildung, die gemeinsam „Autorenpatenschaften“ organisieren. Professionelle Kinder- und Jugendbuchautor*innen führen bildungsbenachteiligte drei- bis 18-Jährige, denen ein Zugang zum Lesen und zur Literatur fehlt, an das Lesen und Schreiben literarischer Texte heran. Bei jeder Patenschaft betreut ein*e Autor*in oder eine Autor*innenengruppe eine Gruppe von 15 bis 25 Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen von Schreibwerkstätten entwickeln die Teilnehmer*innen unter Anleitung der Autor*innen eigene literarische Texte. In bis zu drei Lesungen pro Patenschaft werden Texte der begleitenden Autor*innen und der Kinder und Jugendlichen vorgestellt. Am Ende einer Autorenpatenschaft, die bis zu einem Jahr dauern kann, steht eine gemeinsame Publikation. In Frage kommende Bündnispartner sind Schulen, Jugendeinrichtungen und andere Partner mit Zielgruppenzugang sowie Einrichtungen mit Kompetenzen in den Bereichen Literatur und Leseförderung, wie z. B. Bibliotheken.

Stiftung Digitale Chancen

Kultur trifft Digital: Stark durch digitale Bildung und Kultur

Das Projekt "Kultur trifft Digital: Stark durch digitale Bildung und Kultur" ermöglicht sozial- und bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren das Erleben und Gestalten kultureller Werke mit Hilfe digitaler Medien. Diese regen die Teilnehmenden an, in kleinen Gruppen die kreative Nutzung von digitalen Medien auszuprobieren und sich mit kulturellen Angeboten auseinanderzusetzen. Damit werden zum einen Medienkompetenz, Problemlösefähigkeit, ästhetische Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit sowie Sozialkompetenz gefördert; zum anderen werden Erfahrungen ermöglicht, die bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen sonst vorenthalten blieben.

Für das Projekt wurde ein zweistufiges Maßnahmenformat entwickelt: Der eintägige "Digitale Orientierungsparcours" lässt die Kinder und Jugendlichen über die vier Stationen "Digitaler Sound", "Digitale Technik", "Digitale Sprache" und "Digitale Realität" grundlegende Erfahrungen mit den Möglichkeiten digitaler Medien machen. In dem darauf aufbauenden "kreativen medienpraktischen Projekt", welches in unterschiedlichen Zeitfenstern durchgeführt werden kann, setzen die Teilnehmenden ihre an den Orientierungsparcours angelehnten eigenen Projektideen unter Anleitung eines Medienpädagogen um.

Für die Durchführung kooperiert die Stiftung mit mindestens zwei lokalen Partnern als ein Bündnis für Bildung. Diese Partner können Familien-, Freizeit- oder Jugendeinrichtungen sowie Kultureinrichtungen oder Freiwilligenagenturen sein.

Die Stiftung Digitale Chancen ist Programmpartner (Initiative) im Förderprogramm "Kultur macht stark: Bündnisse für Bildung" und ist für die Gesamtkoordination und Umsetzung des Projektes zuständig. Bei jedem lokalen Bündnis für Bildung fungiert die Stiftung als Mitveranstalter der beantragten Maßnahmen, wirkt koordinierend als federführender Partner vor Ort im Bündnis mit und übernimmt die fachlich-administrative Betreuung der Maßnahmen.

Stiftung Digitale Spielekultur gGmbH

Stärker mit Games: Digitale Spiele in der kulturellen Bildung

In eintägigen bis einwöchigen Veranstaltungen lernen 6- bis 18-Jährige verschiedene Szenarien digitaler Spielekultur und den Umgang mit ihnen kennen. In altersspezifischen Gruppen verändern die Kinder und Jugendlichen vorhandene Spiele, programmieren eigene Spiele, schreiben Spiele-Rezensionen oder setzen sich damit auseinander, wie eine gute Game-Life-Balance erreicht werden kann. 

Bündnispartner können Kultureinrichtungen, Sportvereine, Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendzentren, Jugendbeteiligungsstellen, Offene Jugendarbeit, Straßensozialarbeit, Nachbarschaftstreffs, lokale Vereine, Kirchengemeinden, Schulen mit offenem Ganztag für Projekte während der Schulzeit, Bibliotheken, Museen u. a. werden.

Die wichtigstes Informationen zum Konzept "Stärker mit Games: Digitale Spiele in der kulturellen Bildung" finden Sie in folgendem Flyer.

Als Initiative schließt die Stiftung Digitale Spielekultur aktiv „Bündnisse für Bildung“ mit Einrichtungen und Institutionen, die Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben.

Bei möglichen Bündnispartnern werden keine Kenntnisse im Bereich der digitalen Spielekultur oder im Umgang, Aufbau oder Nutzung von Spiele-Hardware (Computer, Konsolen, Handhelds, Tablets) vorausgesetzt; zudem wird von Bündnispartnern keine inhaltliche Organisation und Vorbereitung der Maßnahmen erwart.

Stiftung Lesen

Mit Freu(n)den lesen – in Leseclubs und media.labs

Die Stiftung Lesen ist Programmpartner im Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Um die Lesemotivation und die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen in ganz Deutschland zu steigern, werden ab sofort Bündnisse für Bildung in vielen verschiedenen Einrichtungen wie z. B. Jugend- oder Familienzentren, Bibliotheken, Mehrgenerationenhäusern und Ganztagsschulen aufgebaut und voraussichtlich bis 2022 von der Stiftung Lesen unterstützt:

  • Leseclubs für 6- bis 12-jährige Kinder – an 465 Standorten
  • media.labs für 12- bis 18-jährige Kinder und Jugendliche – an 100 Standorten

In den Leseclubs und media.labs finden fortlaufend Aktionen statt, die von Ehrenamtlichen durchgeführt werden. In den Leseclubs werden gemeinsam Bücher gelesen und die Geschichten z. B. zu Hörspielen und Theaterstücken weiterentwickelt. In den media.labs haben Jugendliche ab Frühjahr 2018 die Möglichkeit, verschiedene Medien auszuprobieren und eigene mediale Produkte zu gestalten – in Film, Bild, Ton und/oder Text. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen können auf ein breites Medienangebot zurückgreifen und werden durch das gruppen- und freizeitorientierte Format zum regelmäßigen Besuch animiert.

Womit unterstützt die Stiftung Lesen die Leseclubs und media.labs?

  • Medien: Grund- und Nachausstattungen, die z. B. Bücher, Zeitschriftenabonnements, digitale Medien, Lernspiele und Bastelmaterialien umfassen (sowie bei Bedarf etwas Mobiliar).
  • Weiterbildungen und Webinare für ehrenamtliche Betreuer/innen sowie Workshops für Kinder und Jugendliche in den media.labs
  • Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Betreuer/innen

Wie können lokale Einrichtungen Bündnispartner der Stiftung Lesen werden?
Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen hier