Pressemitteilungen des BMBF - Bündnisse für Bildung

Nr. 7 // Pressemitteilung des BMBF - 29. Juni 2016

Kulturelle Angebote für junge erwachsene Flüchtlinge

Acht Programmpartner in „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ erhalten zusätzliche Fördermittel / Wanka: „Sprache und Land kennen lernen“

Das auf der Flucht Erlebte aufarbeiten oder sich in der neuen Heimat zurechtfinden – die kulturelle Bildung bietet viele Methoden und Möglichkeiten gerade auch für junge erwachsene Flüchtlinge. Acht Programmpartner in „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ können jetzt auch kulturelle Bildungsprojekte für junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren anbieten.

„Gerade junge Menschen, die nicht mehr schulpflichtig sind, deren Asylverfahren aber noch nicht abgeschlossen ist, finden zu wenig Ansprache. Hier wollen wir durch neue Angebote Abhilfe schaffen und es auch dieser Gruppe ermöglichen, die deutsche Sprache zu erlernen und die deutsche Kultur kennen zu lernen. Deshalb fördern wir jetzt zusätzliche lokale Bündnisse für Bildung über das Programm ,Kultur macht stark‘“, sagte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka.

Acht Programmpartner erhalten dafür zusätzliche Fördermittel. Darunter ist das Paritätische Bildungswerk, das für junge Frauen Projekte in Tanz, Theater und Musik anbietet und damit in einem geschützten Raum die Auseinandersetzung mit der neuen Umgebung ermöglichen will. Beim Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler werden professionelle Künstler in Workshops und Kursen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei begleiten, unter Berücksichtigung der eigenen Traditionen ihre kreativen Potenziale zu entfalten. Das BMBF stellt für diese Projekte bis Ende 2017 zehn Millionen Euro zur Verfügung. Alle für die Förderung ausgewählten Programmpartner sind unter www.buendnisse-fuer-bildung.de zu finden.

„Kultur macht stark“ wirkt

Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das Bundesbildungsministerium außerschulische Maßnahmen der kulturellen Bildung für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche von 3 bis 18 Jahren, die als Bündnisse für Bildung mit mindestens drei Akteuren durchgeführt werden. Seit Beginn des Programms Anfang 2013 wurden bundesweit rund 12.700 Maßnahmen durchgeführt. Nach aktuellem Stand (1. Mai 2016) werden knapp 400.000 Kinder und Jugendliche in den Projekten erreicht. Das Programm wird von 32 Programmpartnern umgesetzt. „Kultur macht stark“ hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Das Bundesbildungsministerium stellt dafür bis zu 230 Millionen Euro bereit. Damit ist „Kultur macht stark“ das größte Förderprogramm zur kulturellen Bildung in Deutschland.

Nr. 6 // Pressemitteilung des BMBF - 6. April 2016

„Kultur macht stark" kommt an

Das größte Förderprogramm der kulturellen Bildung in Deutschland, „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung", hat seine Ziele erreicht: In 94 Prozent aller Bündnisse für Bildung nehmen Kinder und Jugendliche teil, die sonst kaum Berührung mit kultureller Bildung haben. In 89 Prozent der Bündnisse für Bildung nehmen Kinder und Jugendliche teil, die in schwierigen sozialen oder finanziellen Verhältnissen oder in bildungsfernen Elternhäusern leben. In rund 90 Prozent der lokalen Maßnahmen der kulturellen Bildung sind Ehrenamtliche engagiert. Das sind Ergebnisse der Evaluation des Programms.

„Diese Zahlen zeigen, dass das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" bundesweit ein großer Erfolg ist", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka auf der am heutigen Mittwoch in Berlin stattfindenden Konferenz „Engagement. Erfahrungen. Perspektiven". „Es lohnt sich, zu investieren, und deshalb werden wir das Programm fortsetzen und 2018 eine zweite Förderperiode starten", sagte Wanka. Zudem wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zunächst bis 2017 zusätzlich fünf Millionen Euro pro Jahr für junge erwachsene Flüchtlinge in diesem Programm bereitstellen. Dies gab Bundesbildungsministerin Johanna Wanka bekannt.

Kulturelle Bildung kann dabei unterstützen, Erlebtes zu verarbeiten und Neues zu verstehen. Vor allem Flüchtlingen im jungen Erwachsenenalter, die nicht mehr der allgemeinen Schulpflicht unterliegen und oft eine längere Zeit bis zum Übergang in eine berufliche Ausbildung oder Tätigkeit überbrücken müssen, kann die Teilnahme an Maßnahmen der kulturellen Bildung die Möglichkeit bieten, die deutsche Sprache zu erlernen und gleichzeitig die Kultur in Deutschland kennen zu lernen. Für die Integration der Menschen in die Gesellschaft ist dies von großer Bedeutung. Deshalb werden künftig Maßnahmen der kulturellen Bildung auch für junge Erwachsene bis einschließlich 26 Jahre angeboten. Die Ausschreibung wird am 6. April veröffentlicht.

Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" fördert das BMBF außerschulische Maßnahmen der kulturellen Bildung für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche von 3 bis 18 Jahren, die als Bündnisse für Bildung mit mindestens drei Akteuren durchgeführt werden. Seit Beginn des Programms Anfang 2013 wurden bundesweit über 11.500 Maßnahmen durchgeführt. Nach aktuellem Stand werden etwa 360.000 Kinder und Jugendliche in den Projekten erreicht. Das Programm wird von 32 Programmpartnern umgesetzt. "Kultur macht stark" hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Das BMBF stellt dafür bis zu 230 Millionen Euro bereit. Damit ist „Kultur macht stark" das größte Förderprogramm zur kulturellen Bildung in Deutschland.

Nr.5 // Pressemitteilung des BMBF - 20. November 2015

Zirkusprojekt für junge Flüchtlinge erhält Sonderpreis

Zirkus macht stark. Und Zirkus gewinnt. Am gestrigen Donnerstag wurde das von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ geförderte Zirkusprojekt Cabuwazi Beyond Borders mit einem Sonderpreis im Rahmen des Hauptstadtpreises für Integration und Toleranz ausgezeichnet.

Der Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz würdigt nun bereits zum achten Mal Berlins beste Integrationsprojekte. Er wird von der Initiative Hauptstadt Berlin e.V. verliehen, deren Schwerpunkt  die Verbesserung der Lebensbedingungen und Bildungschancen von Kindern ist. Auf der gestrigen Preisverleihung erhielt die Kabarettistin Idil Baydar einen Sonderpreis, den sie an ein von ihr ausgewähltes Projekt weiterreichte: den Zirkus Cabuwazi Beyond Borders.

Schon länger engagiert sich der Berliner Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi für Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien. Mit dem Projekt „Cabuwazi Beyond Borders" wurde Anfang des Jahres die Arbeit mit einem eigenständigen Team intensiviert. Die internationalen Zirkuspädagogen sind mit ihrem Jongliermaterial, mit Akrobatikmatten und Hula-Hoop-Reifen u.a. in der Notunterkunft am Olympiapark, in Übergangswohnheimen in Marienfelde oder Spandau unterwegs. Dort trainieren sie eine Woche lang in den Ferien oder in regelmäßigen Kursen mit Kindern aus Syrien, Afghanistan oder Albanien. Am Ende des Projekts zeigen die Kinder ihre Kunststücke in einer vielfältigen Zirkusshow.

Einige Zirkuskurse und Ferienwochen wurden im Rahmen des Förderprogramms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung vom BMBF durch die Programmpartner Zirkus macht stark, den Paritätischen Gesamtverband, das Paritätische Bildungswerk und die Deutsche Sportjugend gefördert.

Nr. 4 // Pressemitteilung des BMBF - 29. Oktober 2015

Zusätzliche Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche

Das vom Bundesbildungsministerium ins Leben gerufene Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert im dritten Jahr nach seinem Start das zehntausendste lokale Bildungsprojekt. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat deshalb heute gemeinsam mit Rita Süssmuth, der Ehrenpräsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, ein Bündnis für Bildung in Berlin-Wilmersdorf besucht, bei dem junge Flüchtlinge durch gemeinsames Kochen Deutsch lernen. Seit 2013 fördert das Bundesbildungsministerium außerschulische Angebote der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien. Das Ministerium stellt dafür bis Ende 2017 bis zu 230 Millionen Euro bereit.

„Bildung ist der Schlüssel für Integration und sozialen Aufstieg. Um an Bildung teilhaben zu können, ist es eine wesentliche Voraussetzung, die deutsche Sprache zu beherrschen. In den lokalen Projekten von „Kultur macht stark“ wird Großartiges geleistet. Ermöglicht wird dies durch die vielen Betreuer und Ehrenamtlichen in ganz Deutschland, denen ich für Ihr Engagement herzlich danke“, sagte Wanka.

„Mit dem Förderprogramm des Bundesbildungsministeriums und den Bildungsangeboten der Volkshochschulen und ihrer Partner entfalten Kinder und Jugendliche ihre Talente. Gerade diejenigen, die in unserer Gesellschaft oftmals abgeschrieben werden, machen in den innovativen Projekten motivierende Lernerfahrungen. Ich bin überzeugt, sie gewinnen neue Perspektiven und entdecken, welche Kompetenzen ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stärken“, sagte Süssmuth.

An dem Berlin-Wilmersdorfer Projekt „Internationaler Kochspaß – von Berlin bis Bagdad“ nehmen 15 junge Flüchtlinge und Jugendliche mit Migrationshintergrund unter anderem aus Ägypen, Nicaragua, Äthiopien, Armenien, Syrien, Sri Lanka und Palästina teil. Sie putzen Gemüse und bereiten das gemeinsame Mittagessen vor. In dem Projekt, das die Berliner Volkshochschule City West gemeinsam mit zwei weiteren Bündnispartnern konzipiert hat, machen die Kinder und Jugendlichen begleitet von qualifizierten Betreuern die ersten Schritte in die deutsche Sprache und lernen gleichzeitig die Alltagskultur in Deutschland kennen.

Das Projekt wird durch das Programm „talentCAMPus“ des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV) gefördert. Der DVV ist einer von 33 Programmpartnern, die „Kultur macht stark“ bundesweit umsetzen. Die außerschulische kulturelle Bildung kann Fähigkeiten vermitteln, die in der schulischen Bildung oft zu kurz kommen, zum Beispiel Durchhaltevermögen, Disziplin oder Teamgeist. Die Angebote sind vielfältig: Tanz, Theater, Musik, Bewegung, Medienbildung oder Fotografie.

„Kultur macht stark“ fördert Bildung: Das zeigt nicht nur die Zahl der Maßnahmen. Die Evaluation des Förderprogramms belegt, dass es wichtige Bildungschancen schafft. In 89 Prozent der Bündnisse nehmen Kinder und Jugendliche teil, die in finanziellen oder sozialen Notlagen leben und einen erschwerten Zugang zu Bildung haben. Deutschlandweit gibt es inzwischen mehr als 4.000 Bündnisse für Bildung, in denen sich Bürgerinnen und Bürger für junge Menschen einsetzen und sich nachhaltig vernetzen. Bislang haben rund 300.000 Kinder und Jugendliche an den Bildungsmaßnahmen teilgenommen.

Ab sofort werden zusätzliche Maßnahmen, die sich ausdrücklich an junge Flüchtlinge wenden, über das Programm gefördert. Das Bundesbildungsministerium hat dafür die erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen.

Pressedienst des BMBF

Mitteilung Nr. 145/2015

vom 29.10.2015

Pressemitteilung vom 1. Juli 2013

Zirkusarbeit bildet und fördert Selbstbewusstsein

Kinder- und Jugendzirkus CABUWAZI nutzt das Förderprogramm "Kultur macht stark" / Wanka: "Bildungsangebote sollen alle Kinder unabhängig ihrer Herkunft erreichen"

Bundesbildungsministerin Johann Wanka hat heute zum Auftakt der Sommerreise erstmals ein lokales Bündnis für Bildung besucht und die Arbeit des Kinder- und Jugendzirkus CABUWAZI in Berlin-Marzahn gewürdigt. Das Projekt wird aus dem Programm "Kultur macht stark" des BMBF gefördert. "Ich bin von dem, was die Kinder und Jugendlichen im Zirkus gelernt und heute gezeigt haben, tief beeindruckt. Kinder und Jugendliche zu ermutigen und ihnen Vertrauen in ihre eigenen Stärken zu geben ist gerade für die wichtig, die unter ungünstigen Bedingungen aufwachsen. Mit der Förderung von Kreativität und Fantasie kann die kulturelle Bildung dazu einen wesentlichen Beitrag leisten", sagte Bundesministerin Johanna Wanka bei der artistischen Präsentation in der Zirkusmanege in Berlin Marzahn.

Die Bündnisse für Bildung bieten auf lokaler Ebene außerschulische Bildungsangebote vor allem aus dem Bereich der kulturellen Bildung an. Neben Zirkusprogrammen gehören dazu zum Beispiel auch Chor- und Orchesterprojekte, Mentoren- und Vorleseprogramme oder Ferienfreizeiten. Junge Menschen werden so in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt, ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt. Sie erfahren persönliche Wertschätzung und erleben, was es bedeutet, etwas bewegen zu können und gebraucht zu werden.

Ein lokales Bündnis für Bildung soll vor Ort aus wenigstens drei Kooperationspartnern bestehen, die sich aus unterschiedlicher Perspektive um junge Menschen kümmern. Dies können beispielsweise Volkshochschulen, Bibliotheken, Chöre, Musik- und Theatergruppen oder auch andere Vereine sein. Die Förderung der lokalen Bündnisse für Bildung erfolgt über bundesweite Verbände und Initiativen, wie z.B. "Zirkus macht Stark - Zirkus für alle e.V."

Die Förderung von Bildungsbündnissen durch die Bundesregierung hat 2013 begonnen und erstreckt sich über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren. Allein 2013 stellt das BMBF dafür 30 Millionen Euro zur Verfügung, insgesamt bis zu 230 Millionen Euro.

Getragen wird "Kultur macht stark" von 35 bundesweit tätigen Verbände und Initiativen, die von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurden. Neben Verbänden wie "Zirkus macht stark - Zirkus für alle" gehören dazu beispielsweise auch die Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung, der Deutsche Volkshochschul-Verband oder der Verband Deutscher Musikschulen. Engagierte Gruppen, die vor Ort ein Bildungsbündnis gründen wollen, können sich bei diesen Verbänden um die Fördermittel des Bundes bewerben.

Pressedienst des BMBF

Mitteilung Nr. 075/2013

vom 01.07.2013

Nr. 2 // Pressemitteilung vom BMBF - 20. September 2012

Lokale Bündnisse für Bildung ausgewählt

Die Gewinner stehen fest: Deutschlandweit erhalten 35 Bundesverbände und -initiativen bis zu 230 Millionen Euro. Schavan: "Chance für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche"

163 bundesweit tätige Verbände und Initiativen der außerschulischen Bildung haben sich bei "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" um Fördermittel beworben. Heute gab Bundesministerin Annette Schavan in Berlin die 35 Gewinner bekannt. Sie erhalten in den kommenden fünf Jahren insgesamt bis zu 230 Millionen Euro. Hiermit können sie außerschulische Maßnahmen der kulturellen Bildung finanzieren, die sie mit mindestens zwei weiteren Kooperationspartnern in lokalen Bündnissen für Bildung anbieten. Teil eines lokalen Bündnisses können zum Beispiel Chöre, Musik- oder Theatergruppen, Bibliotheken, aber auch Kindergärten oder Schulen sein.

"Gute Bildung ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Mit den Bündnissen für Bildung bieten wir benachteiligten Kindern und Jugendlichen zusätzliche Bildungschancen", erklärte Schavan. "Dabei konzentrieren wir uns mit ‚Kultur macht stark‘ auf die kulturelle Bildung, weil sich junge Menschen dadurch neue Ausdrucksformen erschließen können, die ihrer individuellen Entwicklung und ihrem Bildungserfolg entscheidend zugutekommen." Die Ministerin zeigte sich erfreut über die hohe Qualität der eingereichten Konzepte und betonte: "Sie zeigen, dass gute Bildung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird, bei der wir alle an einem Strang ziehen."

Ministerin Schavan im Gespräch mit Anne Kreim, Vorsitzende, und Joachim Bartz, stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes Schulfördervereine. Der Verband zählt zu Gewinnern, die Fördermittel aus dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ erhalten. © Bundesministerium für Bildung und Forschung

Hans-Heinrich Grosse Brockhoff, ehemaliger Kulturstaatssekretär in Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender der Jury, ergänzte: "Von Tanz und Theater über Literatur und Leseförderung bis hin zu Film und Medien ist die gesamte Bandbreite der kulturellen Bildung bei den ausgewählten Projekten vertreten. Ich bin sicher, dass insbesondere bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche wirklich profitieren werden." Die Schriftstellerin und Journalistin Hatice Akyün erklärte als Mitglied der Jury: „"Mich haben vor allem die ungewöhnlichen und originellen Ideen in den Konzepten überrascht. Ich glaube, diese Projekte können wirklich etwas bewirken, weil sie alle Kinder und Jugendliche unseres Landes im Blick haben, egal woher sie ursprünglich stammen. Die Projekte sind zeitgemäß, modern und man spürt, wieviel Herzblut in ihnen steckt."

Außerschulische kulturelle Bildungsangebote leisten einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Persönlichkeit und des Selbstbewusstseins junger Menschen. Allerdings haben viele von ihnen nicht so gute Zugangschancen zu kultureller Bildung wie junge Leute mit bildungsaffinem Hintergrund. Zu diesem Befund kommt das vom BMBF geförderte Zweite Jugendbarometer, das am 10. Mai dieses Jahres veröffentlicht wurde. Das soll sich mit den nun geförderten Projekten "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" ändern. Durch die Teilnahme an kulturellen Projekten, Ferienfreizeiten oder im Austausch mit ehrenamtlichen Mentoren erleben Kinder und Jugendliche persönliche Wertschätzung und Stärkung ihres Selbstbewusstseins in einem kontinuierlichen Rahmen. Sie werden ermutigt, ihr eigenes Leben selbst in die Hand zu nehmen.

 Mitglieder der Jury waren:

 •Frau Hatice Akyün, Journalistin und Autorin

 •Frau Prof. Ida Bieler, Professorin an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf,, Leiterin der Meisterklasse für Violine und Leiterin des Projektes vivaldi

 •Herr Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, CDU, 2005 bis 2010 Kulturstaatssekretär beim Ministerpräsidenten NRW (Juryvorsitzender)

 •Frau Dr. Annette Lepenies, Diplompsychologin, ehem. Lehrerin an Grund- und Hauptschulen, ehem. Dozentin am Sozialpädagogischen Institut Berli

 •Frau Andrea Tober, Leiterin des Education-Programms der Berliner Philharmoniker, Professorin für das Fachgebiet Musikvermittlung und Selfmanagement an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin

 •Herr Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates in Berlin

Pressedienst des BMBF

Mitteilung Nr. 119/2012

vom 20.09.2012

Nr. 1 // Pressemitteilung vom BMBF - 10. Mai 2012

Kultur macht stark

BMBF fördert außerschulische Bildungs- und Kulturangebote für benachteiligte Kinder und Jugendliche / Schavan: "Bündnisse für Bildung schaffen bessere Chancen"

"Kultur macht stark." Unter diesem Motto fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung ab 2013 außerschulische Angebote der kulturellen Bildung für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Gefördert werden beispielsweise Ferienfreizeiten und Sommerakademien mit kulturellem Bezug, Musik- und Theaterinszenierungen oder Paten- und Mentorenprogramme, bei denen junge Menschen an Kunst, Musik, Literatur oder die neuen Medien herangeführt werden.

"Gute Bildung für alle - das ist nicht allein eine Aufgabe des Staates, sondern der ganzen Gesellschaft", sagt Bundesbildungsministerin Annette Schavan. "Wir brauchen eine breite Bewegung für bessere Bildungschancen und werden deshalb Vereine, Verbände und zivilgesellschaftliche Gruppen vor Ort zusammenführen. So werden überall in Deutschland Bündnisse ins Leben gerufen, die sich um bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche kümmern."

Im Rahmen der Förderrichtlinie "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" fördert das BMBF außerschulische Angebote vor allem aus dem kulturellen Bereich. Junge Menschen werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt, ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt. Sie erfahren persönliche Wertschätzung und erleben, was es bedeutet, etwas bewegen zu können und gebraucht zu werden. So werden sie dazu ermutigt, ihr eigenes Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Mit dem neuen Programm des BMBF wird eine weitere Vereinbarung des Koalitionsvertrages von 2009 umgesetzt. Dieser sieht die Förderung von lokalen Bildungsbündnissen vor, in denen sich zivilgesellschaftliche Akteure zusammenschließen, um Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen.

Die Förderung beginnt 2013 und erstreckt sich über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren. 2013 stellt das BMBF dafür 30 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Folgejahre ist eine Steigerung auf bis zu 50 Millionen Euro geplant.

Ein lokales Bündnis für Bildung soll vor Ort aus wenigstens drei Kooperationspartnern bestehen, die sich aus unterschiedlicher Perspektive um junge Menschen kümmern. Dies können beispielsweise Volkshochschulen, Bibliotheken, Chöre, Musik- und Theatergruppen oder auch andere Vereine sein. Die Förderung der lokalen Bündnisse für Bildung erfolgt über bundesweite Verbände und Initiativen, die sich bis zum 31. Juli mit Konzepten um eine Beteiligung an dem Förderprogramm bewerben können.

Ein wichtiger Partner des Programms "Kultur macht stark" ist der Deutsche Kulturrat mit seinen Mitgliedsorganisationen. Bildungsministerin Schavan begrüßte, dass der Kulturrat eine Dialogplattform zum Thema kulturelle Bildung aufbauen will, und kündigte an, dass das BMBF auch dieses Projekt unterstützen wird.

"Mit den Bündnissen für Bildung leistet das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen sehr wichtigen Beitrag zum Ausbau der Kulturellen Bildung vor Ort", so Max Fuchs, Präsident des Deutschen Kulturrates. "Auch der Deutsche Kulturrat wird sein Engagement im Bereich der Kulturellen Bildung weiter ausbauen. Mit unserer Dialogplattform möchten wir ein digitales wie analoges Netzwerk der Kulturellen Bildung in Deutschland schaffen. Über die geplante Internetseite, bei zukünftigen Veranstaltungen und Arbeitskreistreffen sowie in der regelmäßig erscheinenden Sonderbeilage der Zeitung Politik & Kultur sollen sich Experten wie Interessierte über Themen der Kulturellen Bildung informieren und austauschen können."

Pressedienst des BMBF

Mitteilung Nr. 058/2012

vom 10.05.2012

 

In Zusammenarbeit mit:

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